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Hinspiel in Griechenland

PAOK Saloniki ist die letzte Hürde, die es für Rapid Wien auf dem Weg in die Gruppenphase der Europa League zu meistern gilt. Die Hütteldorfer bekamen am Freitag in Nyon den Fünften der vergangenen griechischen Meisterschaft zugelost. Das schwere, aber machbare Los stand bei Rapid allerdings noch ganz im Zeichen des Krimis gegen Novi Sad.

Die erste Partie findet am 23. August in Thessaloniki statt, das Rückspiel geht am 30. August im Wiener Hanappi-Stadion über die Bühne. Der Aufsteiger steht in der Gruppenphase der Europa League. Die Griechen warfen in der letzten Runde Bnei Yehuda Tel Aviv mit einem Gesamtscore von 6:1 aus dem Bewerb. Bekannteste Spieler von PAOK sind Georgios Fotakis und Dimitrios Salpingidis die bei der EM 2012 mit Griechenland im Viertelfinale standen.

Steckbrief PAOK Saloniki

Gründungsjahr: 1926
Vereinsfarben: Schwarz-Weiß
Stadion: Toumba-Stadion (28.700 Plätze)

Trainer: Georgios Donis (seit 31. Mai 2012)

Erfolge: Zweimal griechischer Meister (1976, 1985), viermal griechischer Cupsieger (1972, 1974, 2001, 2003)

Endplatzierung in der griechischen Meisterschaft 2011/12: 5. (3.
nach Grunddurchgang)

Meisterschaftsstart 2012/13 am 25. August

„Wer in der Qualifikation zweimal einen israelischen Klub schlägt, ist schon gut in Form. Und in der vergangenen Spielzeit hat PAOK bewiesen, dass sie auch gegen international renommierte Vereine mehr als mithalten können“, wurde Rapid-Trainer Peter Schöttel in einer ersten Reaktion in einer Aussendung zitiert, „daher sehe ich uns als Außenseiter, wobei wir trotzdem eine Chance haben, in Hin- und Rückspiel weiterzukommen.“ In den vergangenen beiden Europa-League-Saisonen überstanden die Griechen jeweils die Gruppenphase.

Elfer in der Nachspielzeit

Dass Rapid überhaupt noch von dieser träumen darf, hatte man am Vortag dem polnischen Schiedsrichter Robert Malek zu verdanken. Der Unparteiische ahndete in der Nachspielzeit einen Ellbogencheck eines serbischen Verteidigers gegen Stürmer Terence Boyd mit Elfmeter. Deni Alar behielt die Nerven und versenkte den Ball trocken im Netz (91.). Boyd setzte in der 98. Minute aus einem Konter den Schlusspunkt.

Während sich Novi Sad vom polnischen Schiedsrichter um den Aufstieg betrogen fühlte, sahen sich die Rapidler für ihren Kampfgeist belohnt. „Das war ein klarer Elfmeter. Ich war froh, dass die noch einmal so dumm waren und mich wie schon in Serbien im Strafraum gefoult haben“, sagte Boyd. Steffen Hofmann hatte in Novi Sad einen Penalty vergeben, daher verzichtete der Deutsche auf den neuerlichen Versuch.

Schöttel: „Aufstieg verdient“

„Das war noch alles zu frisch, immerhin habe ich letzte Woche gegen diese Mannschaft einen Elfmeter verschossen. Man soll das Glück nicht überstrapazieren“, sagte der Kapitän. Gleich nach dem Elferpfiff schnappte sich der eingewechselte Alar den Ball und marschierte entschlossen zum Punkt. „Er hat mir gesagt, dass er sich gut fühlt. Dann habe ich ihm gesagt, er soll den Ball reinhauen“, sagte Hofmann.

„Ich war mir sicher, dass ich treffe“, meinte Alar. Trainer Schöttel wusste fast eine Stunde nach dem Match noch immer nicht, in welcher Ecke der Elfmeter überhaupt eingeschlagen hatte. Der Coach war dermaßen nervös gewesen, dass er dem Spielfeld den Rücken zugewandt hatte. Noch bevor er die zum Elfmeter führende Szene gesehen hatte, sprach Schöttel von einem gerechten Ausgang. „Wir hatten weit mehr Chancen und haben viel mehr fürs Spiel gemacht. Dass der Sieg und der Aufstieg verdient waren, steht außer Frage.“

Christopher Drazan (Rapid), Schiedsrichter Robert Malek (POL) zeigt Miroslav Vulicevic (Novi Sad) eine gelbe KarteGEPA/Walter LugerDer polnische Schiedsrichter Robert Malek sorgte bei Novi Sad für Verärgerung

Serben sauer

Vojvodina-Trainer Zlatomir Zagorcic war ganz anderer Meinung. „Es ist eine Schande, uns wurde das Spiel gestohlen“, schimpfte der Coach mit Hinweis auf den Elfmeter und musste sich ganz offensichtlich zurückhalten, keine deftigeren Worte zu gebrauchen. Auch die serbischen Medien schossen sich auf den Referee ein. „Der Schiedsrichter schob Rapid in die nächste Runde“, titelte die Zeitung „Blic“. Auch „B92“ schlug in die gleiche Kerbe: „Referee warf Vojvodina hinaus.“ Für das Blatt „Vesti“ wurde Novi Sad „beraubt“.

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Publiziert am 10.08.2012