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Späte Treffer gegen Mattersburg

Wacker Innsbruck hat in der vierten Runde der tipp3-Bundesliga die ersten Punkte eingefahren. Nach drei Auftaktniederlagen gewannen die Tiroler am Samstag im Heimmatch gegen den SV Mattersburg mit 2:1 (0:1).

Die Burgenländer gingen durch Manuel Seidl in Führung (34.), nach der Gelb-Roten Karte für den Mattersburger Alois Höller (82.) kippte die Partie im Finish aber noch. Zunächst gelang Marcelo Fernandes der Ausgleich (83.), Christopher Wernitznig sorgte dann sogar noch für den Tiroler Siegestreffer (91.).

Die Ausgangspositionen klafften vor dem Anpfiff weit auseinander. Innsbruck startete mit drei Niederlagen und 1:8 Toren denkbar schlecht in die Liga, die Mattersburger kamen hingegen mit sechs Punkten und viel Selbstvertrauen im Gepäck nach Tirol. Der Fehlstart der Tiroler hat die Begeisterung in der Landeshauptstadt bereits gebremst, nur etwas mehr als 4.000 Zuschauer kamen ins Tivoli-Stadion.

Thomas Bergmann (Wacker) und Ilco Naumoski (Mattersburg)GEPA/Amir BeganovicBis zehn Minuten vor Schluss hatten Naumoski und Co. alles unter Kontrolle

Mattersburg im Konter erfolgreich

Viel versäumt haben die Daheimgebliebenen in der Anfangsphase nicht. Erst in der 17. Minute tauchte Innsbruck erstmals gefährlich im Strafraum der Gäste auf, doch Goalie Thomas Borenitsch schnappte Julius Perstaller im letzten Moment den Ball vom Fuß (17.). Die im Spielaufbau sehr fehleranfälligen Gäste antworteten postwendend mit einem Freistoß von Patrick Bürger, den Szabolcs Safar sicher parierte (18.).

Wacker war danach optisch überlegen, ließ sich aber klassisch auskontern. Über die Stationen Ilco Naumoski und Patrick Bürger kam der Ball zu Seidl, und der 23-Jährige schloss den Bilderbuchkonter aus 16 Metern eiskalt zum 1:0 (34.) ab. Die Wacker-Defensive schaute dabei nicht zum ersten Mal in dieser Saison schlecht aus.

Sturmlauf in numerischer Überzahl

Die Innsbrucker mühten sich weiter redlich, die Offensivabteilung präsentierte sich aber weiter viel zu ungefährlich. Nach einer Stunde wurde der Druck dann deutlich größer. Christoph Saurer schoss aus aussichtsreicher Position zunächst seinen eigenen Mitspieler Daniel Schütz und dann den Mattersburger Lukas Rath an (62.), bei einer Topchance von Fernandes rettete Borenitsch (74.).

In der 82. Minute flog Mattersburgs Höller nach Foul mit Gelb-Rot vom Feld. Aus dem direkt darauffolgenden Freistoß gelang Wacker der Ausgleich. Der Querpass von Carlos Merino löste Chaos im Mattersburger Strafraum aus, Fernandes stand goldrichtig und schoss aus fünf Metern zum 1:1 ein (83.). Es folgte ein Wacker-Sturmlauf, der in der Nachspielzeit sogar noch den Sieg brachte. Der eingewechselte Wernitznig traf aus 18 Metern wuchtig ins linke Kreuzeck (91.).

Stimmen zum Spiel:

Walter Kogler (Wacker-Trainer): „Es war ein schweres Spiel. Auch weil wir in Rückstand geraten sind. Da hat man die Verunsicherung gemerkt. Einige Spieler hatten einen schweren Rucksack mit dabei. Aber wir haben immer gefightet und sind belohnt worden. Es war das Glück des Tüchtigen. Gegen Admira und Ried haben wir sicher besser gespielt, aber wichtig für uns sind jetzt nur die Punkte.“

Christopher Wernitznig (Wacker-Siegestorschütze): „Die vergangenen zwei Spiele haben wir besser gespielt, aber heute haben wir immer an uns geglaubt. Wir haben gewusst, da kommt noch was und am Ende haben wir auch gewonnen.“

Ilco Naumoski (Mattersburg-Kapitän): „Die Rote Karte hat uns das Genick gebrochen. Er (Höller, Anm.) ist noch ein junger Spieler und muss noch viel lernen. Es war ja schon seine erste gelbe Karte dunkelrot. Wir sind mit unseren Kontern zu leichtfertig umgegangen. Wir haben gedacht, es geht genauso leicht wie beim 6:3-Sieg im Frühjahr.“

Tipp3-Bundesliga, vierte Runde

Samstag:

Innsbruck - Mattersburg 2:1 (0:1)

Tivoli Stadion Tirol, 4.440 Zuschauer, SR Muckenhammer

Torfolge:
0:1 Seidl (24.)
1:1 Fernandes (83.)
2:1 Wernitznig (91.)

Wacker: Safar - Bergmann, Kofler, Svejnoha, Hauser - Schütz (70./Fernandes), Piesinger (46./Wernitznig), Abraham, Saurer - Perstaller, Schreter (46./Merino)

Mattersburg: Borenitsch - Seidl, Malic (45./Rath), Rodler, Farkas - Prietl - Höller, Seidl, Röcher (87./Potzmann) - Bürger, Naumoski (72./Mörz)

Gelb-Rote Karte: Höller (82.)

Gelbe Karten: Schreter, Perstaller, Abraham bzw. Farkas, Höller

Die besten Spieler: Hauser bzw. Naumoski, Mravac

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Publiziert am 12.08.2012