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Aufmerksam dagegenhalten

Obwohl die Bilanz knapp positiv ist, hat die Türkei in den letzten Jahren nicht gerade zu Österreichs Lieblingsgegnern gezählt. Der letzte Sieg liegt bereits über 23 Jahre zurück und gelang im November 1988. Im letzten Testspiel vor dem Start der WM-Quali hofft Teamchef Koller aber am Mittwoch im Wiener-Happel-Stadion (20.30 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) auf ein positives Resultat.

In diesem Jahr ist das ÖFB-Team mit zwei Siegen und einem Remis noch ungeschlagen. Koller ist sich aber bewusst, dass mit den Türken die bisher schwierigste Aufgabe wartet. „Ich wollte unbedingt eine spielerisch starke Mannschaft, die vor uns in der Weltrangliste liegt. Die Türkei hat Aggressivität und individuelle Klasse. Da ist man mehr gefordert. Wir müssen aufmerksam sein und dagegenhalten. Es wird eine enge Sache werden, aber wir wollen ein positives Resultat erzielen“, erklärte der 51-jährige Schweizer.

ÖFB-Teamchef Marcel KollerGEPA/Christian OrtMarcel Koller weiß um die Bedeutung des Tests vor dem WM-Qualifikationsstart

Geschenke wird es von der Nummer 30 der Weltrangliste keine geben, denn so wie Österreich auf Deutschland bereiten sich die Türken auf ihr erstes WM-Qualispiel gegen die Niederlande vor. Von einem Freundschaftsspiel kann man daher nicht wirklich sprechen. „Solche Partien gibt es heutzutage ohnehin nicht mehr. Wir wollen sehen, wie weit die Spieler sind und wie weit unsere Idee fortgeschritten ist. Dazu wollen wir alles abrufen“, versprach der Teamchef.

ÖFB-Testspiel

Mittwoch, 20.30 Uhr

Live in ORF eins und im Livestream

Österreich - Türkei

Happel-Stadion, SR Valasek (SVK)

Mögliche Aufstellungen:

Österreich: Almer - Garics, Dragovic, Pogatetz, Fuchs - Kavlak, Baumgartlinger - Harnik, Junuzovic, Ivanschitz - Bürger

Türkei: Demirel - Hamit Altintop, Kaya, Korkmaz, Kaldirim - Topal, Sahin - Turan, Selcuk Inan, Frei - Bulut

Das eine oder andere Experiment

In den wenigen Trainingsheiten vor dem Spiel arbeitete Koller im defensiven und taktischen Bereich. Hinzu kamen Übungen im Torabschluss, um sich Selbstvertrauen und Sicherheit zu holen. Rücksicht nahm der Teamchef aber auf die körperliche Verfassung der Legionäre, die sich noch in der Vorbereitung auf den Meisterschaftsstart befinden. „Man kann nicht alles in vollem Tempo ausüben. Die Spieler müssen ja für das Match noch Power haben.“

Welche Akteure letztlich in die Startelf stehen werden, hat Koller bis auf zwei Positionen schon im Kopf. Der Schweizer kündigte aber auch an, noch einmal das eine oder andere Experiment zu wagen. „Wir werden etwas versuchen, denn es ist die letzte Möglichkeit, bevor es um Punkte geht.“ Koller ist sich aber auch bewusst, dass sein Team an jedem Ergebnis gemessen wird, entscheidend sei aber, „wie wir unsere Philosophie umsetzen“, stellte der Teamchef klar.

„Weg ist noch lange nicht abgeschlossen“

Für Koller dauert die Umsetzung bei einem Nationalteam nicht Wochen oder Monate, sondern mitunter sogar Jahre. Deshalb wollte sich der Schweizer nicht darauf festlegen, ob nach den verpassten Qualis nun 2014 endgültig der richtige Zeitpunkt ist, um erstmals seit 1998 den Sprung zu einer WM zu schaffen. „Unser Weg ist noch lange nicht abgeschlossen. Es wird Rückschläge geben“, erklärte der Teamchef.

Platz vier ist aber definitiv nicht Kollers Anspruch, für eine bessere Gruppenplatzierung werden allerdings „Sprüche alleine nicht reichen“. „Ich will hinfahren, die Spieler wollen auch, jeder will. Wir schauen aber nur von Spiel zu Spiel. Es ist ein schwieriger Weg, und es wird sicher knapp. Davon kann man ausgehen, aber wir werden alles versuchen“, sagte Koller.

Christian Wagner, ORF.at

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Publiziert am 15.08.2012