Berufungen bei Wettprozess in Italien

Anklage und Verteidiger haben im italienischen Wettprozess erwartungsgemäß gegen die meisten Urteile Berufung eingelegt. Der Chef-Ankläger des italienischen Fußballverbands (FIGC), Stefano Palazzi, will gegen die in erster Instanz freigesprochenen Juve-Spieler Leonardo Bonucci und Simone Pepe eine Verurteilung erwirken. Die Urteile in zweiter Instanz werden bis spätestens Donnerstag kommender Woche erwartet.

Die wegen Spielmanipulation angeklagten Juve-Spieler Bonucci und Pepe wurden am vergangenen Freitag freigesprochen, weil das Gericht den Kronzeugen Andrea Masiello offenbar für unglaubwürdig hielt. Dieser hatte den früheren Bari-Spieler Bonucci und den ehemaligen Udinese-Profi Pepe bezichtigt, bei einem Duell ihrer Clubs an einer Ergebnisabsprache beteiligt gewesen zu sein. Die Anklage hatte für Bonucci eine Sperre von dreieinhalb Jahre und für Pepe eine Sperre von einem Jahr gefordert.

Juventus-Trainer Antonio Conte kämpft unterdessen darum, dass seine zehnmonatige Sperre reduziert wird. Er soll zwei Ergebnismanipulationen in der Saison 2010/2011 bei seinem damaligen Club AC Siena verschwiegen haben.

Publiziert am 14.08.2012