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Erster Sieg für Pfeifenberger-Elf

Der SC Wiener Neustadt hat im fünften Anlauf den ersten Sieg in der tipp3-Bundesliga gefeiert. Die Niederösterreicher holten am Samstag im „Kellerderby“ im Tivoli-Stadion gegen Wacker Innsbruck einen schmeichelhaften 3:2 (0:1)-Erfolg. Matchwinner war der erst zur Pause eingewechselte Günther Friesenbichler, der alle drei Treffer (54., 66., 78.) erzielte.

Für die Tiroler waren Tore von Christopher Wernitznig (11.) und Julius Perstaller (57.) zu wenig. Für die im Gegensatz zu den bisherigen Saisonauftritten an Effizienz nicht zu überbietenden Niederösterreicher war es der erste Saisonsieg (und auch der erste Torerfolg) nach vier Niederlagen. Die beiden Teams teilen sich nun die „Rote Laterne“, halten sie doch jeweils bei drei Punkten und einem Torverhältnis von 5:12.

Wernitznig trifft aus 30 Metern

Wacker-Trainer Walter Kogler nahm nach dem 2:1-Sieg gegen den SV Mattersburg gleich drei Änderungen vor. Torschütze Marcelo Fernandes (für Perstaller) rückte als Solospitze in die Mannschaft. Zudem kam Carlos Merino (für Simon Piesinger) zu seinem ersten Saisoneinsatz von Beginn an, und Wernitznig ersetzte Marcel Schreter. Bei den Gästen durfte Manuel Wallner (für Thomas Kral) erstmals in der Startelf ran, Stefan Rakowitz bekam anstelle des verletzten Christoph Freitag die Chance.

Jubel von Wacker mit Tomas Abraham, Christopher Wernitznig, Carlos Gonzalez Merino

GEPA/Amir Beganovic

Wernitznig ließ sich nach seinem Prachttreffer zu Recht feiern

Das „Kellerderby“ Vorletzter gegen Letzter wurde vor der Pause seinem Namen gerecht. Chancen waren auf beiden Seiten absolute Mangelware. Ein großes Highlight gab es für die 4.200 Zuschauer aber doch. Wernitznig zog aus seitlicher Position aus 30 Metern ab und traf genau ins Kreuzeck (11.). Die Hausherren kontrollierten das Geschehen, gingen es aber mit der Führung im Rücken ruhiger an.

Friesenbichler kam, sah und traf dreimal

Die Wiener Neustädter, die sehr vorsichtig begonnen hatten, versuchten nach dem Gegentor aktiver zu werden, waren aber viel zu harmlos. Einem Torerfolg kamen sie nicht nahe. Die Innsbrucker schon, doch Merino verstolperte kläglich (43.). Nach der Pause nahm die Partie richtig an Fahrt auf. Die Einwechslungen von Friesenbichler und etwas später auf der anderen Seite Perstaller taten dem Spiel sehr gut. Den Niederösterreichern gelang aus dem Nichts der Ausgleich. Nach einem Rakowitz-Corner köpfelte Friesenbichler wuchtig zum 1:1 ein (54.).

Die neuerliche Führung der Gastgeber ließ aber nicht lange auf sich warten und fiel auf dieselbe Art und Weise. Diesmal war Perstaller nach Merino-Eckball mit dem Kopf zur Stelle (57.). Die Innsbrucker drückten auf das 3:1, Perstaller schoss allerdings daneben (59.). Das sollte sich rächen. Nach Ideallochpass von Pollhammer hob Friesenbichler den Ball zum 2:2 ins Tor, Safar konnte nicht mehr entscheidend abwehren (66.). Dem noch nicht genug, schlief die Wacker-Abwehr einmal mehr und Friesenbichler konnte an Safar vorbeiziehen und seelenruhig einschießen (78.). Für die Tiroler gab es nach dem Abpfiff ein gellendes Pfeifkonzert.

Stimmen zum Spiel:

Walter Kogler (Innsbruck-Trainer): „Es ist eine ganz bittere Niederlage. Wir waren zweimal in Führung, aber wir sind nicht stabil genug und waren nicht in der Lage, ohne Fehler in der Abwehr zu spielen. Unser Problem waren die Fehler in der Defensive. Die Qualität der Mannschaft reicht nicht, um zweimal hintereinander gut zu spielen. Wir haben unsere Abgänge in der Abwehr nicht kompensieren können. Wenn es uns nicht gelingt, stabil zu sein, werden wir hinten drinnenbleiben.“

Heimo Pfeifenberger (Wiener-Neustadt-Trainer): „Das war so ein Highlight, das die Mannschaft braucht. Nach vier Niederlagen in Folge ist die Mannschaft heute endlich belohnt worden, aufgrund der zweiten Hälfte auch verdient. Da haben wir weiter nach vorne gespielt und sind dann auch kompakt gestanden. ‚Friesi‘ hat sich letzte Woche schon ein Erfolgserlebnis geholt, im Training hat man schon gesehen, dass er gut drauf ist. Er hat nicht gemurrt, ist hineingekommen und hat drei Tore gemacht. Das ist nicht alltäglich, er war unser Matchwinner.“

Günther Friesenbichler (Dreifachtorschütze für Wr. Neustadt): „Ein ganz großes Kompliment an die Mannschaft, wir haben nie aufgesteckt. Wir haben zur Pause gewusst, dass noch alles drinnen ist. Nach vier Saisonniederlagen hat es schon etwas rumort in der Mannschaft, auch wenn es noch früh in der Meisterschaft ist. Deshalb war dieser Sieg so wichtig. Wären wir sechs Punkte hinten gewesen, wäre das schon sehr viel gewesen.“

Tipp3-Bundesliga, fünfte Runde

Samstag:

Wacker Innsbruck - Wr. Neustadt 2:3 (1:0)

Tivoli Stadion Tirol, 4.200 Zuschauer, SR Dintar

Torfolge:
1:0 Wernitznig (11.)
1:1 Friesenbichler (54.)
2:1 Perstaller (57.)
2:2 Friesenbichler (66.)
2:3 Friesenbichler (78.)

Innsbruck: Safar - Bergmann, Kofler, Svejnoha, Hauser - Abraham - Schütz (52./Perstaller), Saurer (75./Kuen), Merino (82./Schreter), Wernitznig - Fernandes

Wr. Neustadt: Siebenhandl - Mimm, Maak, M. Wallner, Lenko - Hlinka, Offenbacher - Pollhammer, D. Wolf (46./Friesenbichler), Rakowitz (92./Besenlehner) - Tadic (85./Fröschl)

Gelbe Karten: Schütz, Hauser bzw. Maak, Fröschl

Die besten Spieler: Abraham bzw. Lenko, Friesenbichler

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