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James läuft neuen Stadionrekord
In 44,46 Sekunden verwies James den Belgier Jonathan Borlee (45,10) und den US-Amerikaner Calvin Smith (45,34) deutlich auf die weiteren Ränge. „Mit der Zeit bin ich hochzufrieden, ich habe zu kämpfen gehabt, Borlee hat ganz schön Druck gemacht“, sagte der 19-Jährige aus Grenada. Prothesenläufer Oscar Pistorius (46,91) wurde Sechster. Für den Südafrikaner war es der Abschluss von Teil eins seiner Saison, er bereitet sich nun auf seine Einsätze bei den Paralympics in London vor.
Sanchez läuft Ehrenrunde mit Landesfahne
Sanchez triumphierte in 48,13 Sekunden vor dem Jamaikaner Leford Green (48,89) und dem US-Amerikaner Michael Tinsley (49,49). Der Sieger aus der Dominikanischen Republik schnappte sich eine Landesfahne und zelebrierte die Ehrenrunde wie kürzlich jene in London, hüpfte auf das Podest und riss die Fans zu wahren Jubelstürmen hin.
GEPA/Matthias HauerSanchez (Mitte) war nicht nur schnell, er konnte auch das Publikum begeistern„Leichtathletik ist mehr als Start und Ziel, du musste den Zuschauern etwas geben, sie wollen teilhaben“, meinte Sanchez, der erst sein zweites Rennen nach den Sommerspielen bestritt. „Um ehrlich zu sein war ich nach Olympia drei Tage daheim und habe drei Tage Party gemacht. Das erklärt meine schlechte Zeit zuletzt in Stockholm. Als ich hierherkam, habe ich erst einmal nur geschlafen“, sagte der 34-Jährige. Den Sieg genoss er, wie er heutzutage jeden genießt. „Ich hatte eine so lange Durststrecke, ich weiß, wie schwer es ist zu gewinnen. Das bedeutet alles für mich.“ Heuer hat Sanchez noch das Diamond-League-Meeting in Zürich im Programm, ehe es in den Urlaub geht.
Jamaikaner dominieren Sprint ohne Gatlin
Der Jamaikaner Nickel Ashmeade gewann den 100-m-Sprint in 10,03 Sekunden vor seinen Landsleuten Michael Frater (10,13) und Jason Young (10,15). Nicht am Start war US-Sprinter Justin Gatlin, der bereits mit Fieber in Linz angekommen und am Sonntag wegen eines Kreislaufzusammenbruchs ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Nicht nehmen ließ er sich aber den Einzug als Gladiator ins Stadion - auf einem von zwei Pferden gezogenen Wagen.
GEPA/Matthias HauerTrell Kimmons (zweiter von links) war schnellster Nicht-Jamaikaner im SprintDer Olympiadritte, der aufgrund seiner Dopingvergangenheit umstritten ist, hätte in Linz eigentlich für einen neuen Stadionrekord sorgen sollen. Im Olympiafinale lief der US-Amerikaner 9,79 Sekunden, am Mittwoch in Albi 9,81. Die Gugl-Bestmarke steht damit weiter bei 9,94.
Jahresweltbestzeit über 1.000 m
Über 1.000 m gab es durch den Kenianer Benson Seurei in 2:16,39 Minuten eine neue Jahresweltbestzeit, er löste damit seinen Landsmann Timothy Sein ab, der erst am Samstag in Andorf 2:18,58 gelaufen war. Zweiter wurde der US-Amerikaner Nate Brannan USA (2:16,52), Platz drei ging an den Neuseeländer Nick Willis (2:16,58).
Andreas Vojta schrammte knapp am österreichischen Rekord vorbei, der 1.500-m-Spezialist blieb als Elfter in 2:18,34 nur 14 Hundertstel über der Bestleistung von Robert Nemeth, die seit 30 Jahren besteht. „Das ist natürlich schade, dass es so knapp ist, aber es war eine super Zeit“, sagte der 23-jährige Niederösterreicher. Der erst 17-jährige Nikolaus Franzmair wurde in 2:20,16 Zwölfter und verbesserte seinen eigenen österreichischen U18- und U20-Rekord.
Im Diskuswurf setzte sich der Este Gerd Kanter, Olympiasieger von Peking 2008 und Dritter von London 2012, mit 65,22 m durch. Olympiastarter Gerhard Mayer wurde mit 59,68 m Sechster, Nachwuchshoffnung Lukas Weißhaidinger belegte mit neuer persönlicher Bestleistung von 58,00 m Rang acht.
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Publiziert am 21.08.2012