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Turbulente Schlussphase
Die Elf von Trainer Roger Schmidt rutschte damit auf Rang vier ab, Neustadt kletterte dank des vierten Saisonpunkts zumindest bis zum Sonntag auf Platz acht. Peter Hlinka hatte die defensiv gut stehenden Gäste mit seinem ersten Saisontor in der 33. Minute sogar in Führung gebracht. Der norwegische Neuzugang Valon Berisha stellte nur wenige Sekunden später mit seinem ersten Treffer den Endstand her (34.).
Überraschende Führung
Salzburg agierte nach der Verletzung von Sebastian Mendes und Christoph Leitgeb, der kurzfristig wegen Knieproblemen passen musste, in einem 4-4-2 mit Mittelfeldraute, Stefan Maierhofer und Havard Nielsen bildeten das Sturmduo. Bemerkenswert dabei: Mit Florian Klein, Franz Schiemer, Martin Hinteregger und Andreas Ulmer bildeten erstmals seit langer Zeit vier Österreicher die Salzburger Viererabwehrkette.
GEPA/Felix RoittnerSalzburg fand gegen den Neustädter Abwehrriegel kein taugliches MittelChristopher Dibon, der in der 65. Minute für den angeschlagenen Schiemer (Leistenblessur) kam, feierte indes sein Debüt. Die „Bullen“ gaben spielerisch den Ton an und fanden durch Soriano (9.) sowie Maierhofer (16.) auch zwei gute Chancen vor. In Führung gingen aber überraschend die defensiv gut disponierten Gäste nach einem Eckball: Goalie Alexander Walke war beim Direktschuss des völlig frei stehenden Hlinka aus zwölf Metern ohne Chance.
Salzburg antwortete aber prompt mit dem Ausgleich von Berisha, der nach einem unglücklichen Klärungsversuch mit einem nicht allzu scharfen, aber präzisen Volley ins linke Eck auch sein erstes Tor in der Bundesliga erzielte. Nach dem Seitenwechsel schnürte Salzburg, das bis dahin lediglich in der Defensive Abstimmungsprobleme offenbarte, die Niederösterreicher zwar minutenlang in der eigenen Hälfte ein, fand aber nur selten kreative Wege zum Abschluss und ließ mit Fortdauer spürbar nach.
Zweimal Rot in einer Minute
Für die dramaturgischen Höhepunkte sorgte vielmehr Neustadt. Die Gäste hielten ihren offensichtlichen Plan ein, lauerten auf Konter und kamen so zu drei erstklassigen Möglichkeiten, die Dario Tadic (57., 60.) und Günter Friesenbichler (67.) aber ungenützt ließen. Spätestens danach gellten Pfiffe für die verunsichert wirkenden Hausherren durch das Salzburger Stadion.
In einer turbulenten Schlussphase sah schließlich noch der eingewechselte Salzburger Gonzalop Zarate wegen Torraubs nach einem Foul an Dennis Mimm Rot. Schon in der nächsten Aktion musste auch Neustadts Thomas Fröschl nach einem Foul im Mittelfeld mit der Roten Karte vor dem Schlusspfiff vom Platz (91.).
Stimmen zum Spiel
Roger Schmidt (Salzburg-Trainer): „Mit unseren Ansprüchen müssten wir dieses Spiel gewinnen. Wir haben alles gegeben, aber es hat nicht gereicht. Die Angriffe wurden nicht konkret genug zu Ende gespielt, über die Außen kam viel zu wenig und der letzte Ball wurde zu wenig gut verarbeitet. Wenn man so offensiv agiert, ist man anfällig für Konter. Die Mannschaft hat alles versucht, aber mit den falschen Mitteln. Wir bekommen zu einfache und zu viele Gegentore. Als Red Bull ist man permanent gefordert. Wenn man viel wechselt, ist man nicht zufrieden. Die Situation dauert länger als wir erwartet haben. Aber es sind noch 30 Runden zu spielen.“
Heimo Pfeifenberger (Wr. Neustadt-Trainer): „Vor dem Spiel war es noch ein Glauben und Hoffen, dass wir hier vielleicht einen Punkt mitnehmen. Ich bin natürlich sehr zufrieden damit, wir hatten eigentlich nur in den ersten 20 Minuten Riesenprobleme. Da war der Druck von Red Bull schon sehr groß. Aber in der zweiten Hälfte hatten wir die besseren Chancen. Mich freut es für die Spieler, dass dieses Tor aus einer Standardsituation entstanden ist, die sich die Spieler im Training selbst erarbeitet haben.“
Tipp3-Bundesliga, 6. Runde
Samstag:
Salzburg - Wr. Neustadt 1:1 (1:1)
Stadion Wals-Siezenheim, 5.600, SR Muckenhammer
Tore:
0:1 (33.) Hlinka
1:1 (34.) Berisha
Salzburg: Walke - Klein, Schiemer (65. Dibon), Hinteregger, Ulmer (73. Jantscher) - Berisha, Ilsanker, Soriano, Hierländer - Maierhofer (85. Zarate), Nielsen
Wr. Neustadt: Siebenhandl - Berger, Maak, Wallner, Lenko - Pollhammer, Hlinka, Offenbacher (63. Mimm), Rakowitz (86. Fröschl) - Friesenbichler, Tadic (77. Freitag)
Gelbe Karten: Keine bzw. Lenko, Offenbacher
Rote Karten: Zarate (90./Torraub) bzw. Fröschl (91./Foul)
Die Besten: Berisha bzw. Maak
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Publiziert am 26.08.2012