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Das Leben geht weiter

Lance Armstrong ist am Samstag erstmals nach der Ankündigung, nicht mehr gegen die Dopingvorwürfe der US-amerikanischen Anti-Doping-Agentur (USADA) und der daraufhin folgenden lebenslangen Sperre ankämpfen zu wollen, öffentlich aufgetreten. Bei einem Mountainbike-Amateurrennen in Colorado gab er seinen Fans tröstende Worte mit auf den Weg.

„Niemand muss um mich weinen. Mir geht es gut“, sagte der 40-Jährige nach dem Rennen in Aspen. „Ich habe fünf tolle Kinder und eine wunderbare Frau in meinem Leben. Meine Stiftung ist von all dem Lärm da draußen nicht betroffen. Ich denke, die Leute verstehen, dass wir eine Menge zu tun haben. Darauf bin ich konzentriert, und ich glaube, die Leute unterstützen das.“

Lance Armstrong mit Freundin Anna und Tochter OliviaAP/David ZalubowskiAuch Freundin Anna Hansen und Tochter Olivia unterstützen Armstrong

Und auch die Tatsache, dass sich der siebenfache Rekordgewinner der Tour de France beim „Power of Four“ über 58 Kilometer und alle vier Skiberge des US-Nobelortes in Colorado als Zweiter dem 16-jährigen Keegan Swirbul um mehr als fünf Minuten geschlagen geben musste, schien ihn so wie der Medienrummel um seine Person nicht wirklich zu stören. „Ich wurde von einem Burschen geschlagen, der mein Sohn sein könnte. Merkt euch diesen Namen“, twitterte Armstrong.

„Mir hat es Spaß gemacht“

Der Texaner, der noch auf die Entscheidung warten muss, ob ihm seine Tour-Siege aberkannt werden oder nicht, hat nach eigenen Angaben mit dem Rennsport abgeschlossen. „Es geht mehr darum, fit zu bleiben und eine der schönsten Ecken der Welt zu genießen - an einem schönen Tag, auf einer schweren Strecke. Einige von Euch werden vielleicht sagen, es ist ein bisschen krank, so etwas in der Freizeit zu machen. Mir hat es Spaß gemacht“, betonte Armstrong.

Er zeigte sich überzeugt, dass ihn seine Fans auch weiterhin unterstützen werden. Die Spenden für seine Krebsstiftung waren am Freitag sprunghaft gestiegen. Auch große Sponsoren wollen ihm treu bleiben. Dem Radsport prophezeite der US-Amerikaner eine gute Perspektive und lobte seinen Bezwinger. „Es ist cool, von einem 16-Jährigen in den Hintern getreten zu werden, wenn Du weißt, dass er eine große Zukunft hat. Es gibt eine Menge guter, junger Leute“, sagte Armstrong, der nach dem Ende seiner Radkarriere zuletzt als Triathlet aktiv war.

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Publiziert am 28.08.2012