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Schwache Vorstellung von Schöttel-Elf

Rapid ist die Generalprobe für das Europa-League-Play-off-Rückspiel gegen PAOK Saloniki gründlich misslungen. Die Wiener verloren am Sonntag zum Abschluss der sechsten Bundesliga-Runde auswärts gegen den WAC mit 0:1. Der Aufsteiger aus Wolfsberg, für den Dario Baldauf traf (18.), bejubelte das erste Heimtor und den erste Saisonsieg in der mit 7.300 Zuschauern ausverkauften Lavanttal-Arena.

Die enttäuschenden Hütteldorfer kassierten damit ihre zweite Saisonniederlage (nach dem 0:3 im Derby gegen die Austria) - ebenfalls drei Tage nach einem Europacup-Auswärtsspiel - und verpassten die Rückeroberung der Tabellenspitze vom drei Punkte voranliegenden Stadtrivalen. Außerdem ging für die Hütteldorfer eine Serie von sieben Auswärtsspielen ohne Niederlage zu Ende. Die Kärntner machten im vierten Anlauf die ersten Heimpunkte und kletterten auf Rang acht.

Mario Sonnleitner (Rapid), Dario Baldauf (WAC), Lukas Koenigshofer und Harald Pichler (Rapid)Wolfgang JannachDario Baldauf brachte die Lavanttal-Arena bei strömendem Regen zum Kochen

Rapid-Coach Peter Schöttel setzte nach dem kräfteraubenden Auftritt in Griechenland wie angekündigt auf das Rotationsprinzip. In der Abwehr rückten Harald Pichler (für den kranken Gerson) und Thomas Schrammel (statt Markus Katzer) in die Mannschaft. Das neu formierte defensive Mittelfeld bildeten Stefan Kulovits (statt Markus Heikkinen) und Thomas Prager (statt Muhammed Ildiz). Zudem bekam an vorderster Front US-Teamspieler Terrence Boyd den Vorzug vor Deni Alar.

Teamchef Koller sah starken Aufsteiger

Aber auch die Kärntner waren gegenüber der 0:1-Heimpleite gegen Mattersburg fast nicht wiederzuerkennen. Michael Sollbauer (statt Jose Solano), Michele Polverino (anstelle von Gernot Messner), David de Paula (statt Stephan Stückler) und Riben Rivera (Christian Falk) rückten in die Startformation. Und der Auftritt der Hausherren bei aufgrund des starken Regens vor auch während der Partie schwierigen Platzverhältnissen begann vielversprechend.

Die Kärntner boten vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller eine gute Leistung und waren gegen verhalten und ideenlos wirkende Rapidler viel gefährlicher. Nach einem Konter und De-Paula-Lochpass traf Manuel Kerhe aus guter Position den Ball nicht richtig und schoss noch am Tor vorbei (9.). Der verdiente Führungstreffer fiel aber bald danach - durch eine Standardsituation. Nach Freistoß von Michael Liendl köpfelte Baldauf zum 1:0 ein (18.).

Rapid-Umstellungen ohne Effekt

Rapid-Goalie Lukas Königshofer war viel zu zögerlich aus seinem Tor gekommen. Der Treffer war historisch, war es doch der erste des WAC im eigenen Stadion in der Bundesliga. Die Rapidler wurden nur zweimal gefährlich - und das zuerst nur dank eines Schnitzers des sonst starken WAC-Tormanns Christian Dobnik. Lukas Grozurek traf mit einem Volley-Abstauber aber das leere Tor nicht (22.). Zudem ging ein Kopfball von Mario Sonnleitner knapp am langen Eck vorbei (31.). Abgesehen davon waren die Wolfsberger aber dem 2:0 näher.

Zur Pause reagierte Schöttel auf die schwache Vorstellung mit einem Doppeltausch. Ildiz statt Kulovits und Alar statt Grozurek sollten neue Impulse bringen. Gefährlicher waren aber weiterhin die Kärntner. Königshofer musste sich im Duell mit De Paula auszeichnen (51.) und wehrte gleich darauf einen Kerhe-Schuss mit Mühe ab (52.). Je länger die Partie allerdings dauerte, umso mehr übernahmen die Wiener die Initiative.

Vergeben Chancen im Finish

Dobnik musste innerhalb einer Minute gleich zwei Glanzparaden zeigen: Bei einem gut angetragenen Ildiz-Schuss (58.) sowie einem von Alar abgefälschten Abschluss durch Pichler (58.). In der 77. Minute rutschten gleich drei Rapidler an einem Stangelpass von Louis Schaub vorbei. Außerdem rettete Polverino im Rutschen bei einem Schuss des sonst unauffällig gebliebenen Boyd (81.).

Tipp3-Bundesliga, 6. Runde

Sonntag:

WAC - Rapid 1:0 (1:0)

Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 7.300 Zuschauer (ausverkauft), SR Hameter

Tor: 1:0 (18.) Baldauf

WAC: Dobnik - Thonhofer, Jovanovic, Sollbauer, Baldauf - Polverino - Kerhe, De Paula (82./Messner), Liendl, Jacobo (77./M. Kröpfl) - Rivera (68./Topcagic)

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler, Schrammel - Kulovits (46./Ildiz), Prager - Grozurek (46./Alar), Hofmann, G. Burgstaller (73./Schaub) - Boyd

Gelbe Karten: Jacobo, De Paula, Topcagic bzw. Pichler, Ildiz

Die Besten: Dobnik, Jacobo, De Paula bzw. G. Burgstaller

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Publiziert am 27.08.2012