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UEFA eröffnet Disziplinarverfahren

Nach den Zwischenfällen beim Europa-League-Auswärtsspiel von Rapid bei PAOK Saloniki (1:2) hat der Europäische Fußballverband (UEFA) ein Disziplinarverfahren gegen die Wiener eröffnet. Das teilten die Hütteldorfer am Sonntag in einer Aussendung mit. Demnach soll das Urteil bereits am Montagnachmittag gefällt werden.

Bei den Ausschreitungen in Thessaloniki waren Fangruppierungen beider Mannschaften mit Leuchtraketen aufeinander losgegangen, kurz vor Spielbeginn stürmten PAOK-Fans das Spielfeld. Sieben Rapid-Anhänger wurden festgenommen. Die Grün-Weißen haben nun bis Montagmittag Zeit, etwaige Stellungnahmen und Beweismittel per E-Mail oder Fax bei der Disziplinarkanzlei einzureichen. Aufgrund dieser extrem kurzen Frist traf sich Rapid-Präsident Rudolf Edlinger bereits am Sonntagnachmittag mit seinen Präsidiumskollegen und dem Rapid-Management, um die weitere Vorgangsweise zu besprechen.

Randalierende Fans im RapidsektorGEPA/IntimeDie hässlichen Szenen im Toumba-Stadion haben für Rapid Konsequenzen

„Existenzbedrohende Konsequenzen“ möglich

„Im Schreiben des Europäischen Fußballverbandes wurden bereits die zu erwartenden Sanktionen aufgezeigt. Diese könnten für Rapid sehr weitreichende Folgen und immensen wirtschaftlichen Schaden bedeuten. Der von der UEFA strikt geächtete Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen wird äußerst hart bestraft werden“, hielten die Hütteldorfer in ihrer Aussendung fest.

So drohen Rapid neben einer hohen Geldstrafe auch Europacup-Spiele ohne Zuschauer - entweder bei Erreichen der Gruppenphase noch heuer oder bei der nächsten Europacup-Teilnahme. „Selbst der Ausschluss aus UEFA-Bewerben wird bei etwaigen zukünftigen Vorfällen angedroht“, betonte Österreichs aktueller Vizemeister und schrieb von „existenzbedrohenden Konsequenzen, die im Raum stehen“.

Urteil bereits am Montagnachmittag

Rapid werde daher in seiner Stellungnahme der Kontroll- und Disziplinarkammer „ausführlich alle Vorfälle und Rahmenbedingungen beim Auswärtsspiel in Thessaloniki darstellen, vor allem auch die Gefahren und Angriffe, deren Spieler, Offizielle und vor allem Anhänger rund um das Toumba-Stadion ausgesetzt waren“. Die Kontroll- und Disziplinarkammer der UEFA wird laut Rapid bereits am Montagnachmittag ein Urteil fällen.

Die Hütteldorfer haben danach drei Tage Zeit, gegen etwaige Sanktionen Rechtsmittel einzulegen und den Fall vor den Berufungssenat der UEFA zu bringen. Im Gegensatz zur erstinstanzlichen Entscheidung besteht beim Berufungsverfahren auch die Möglichkeit, persönlich Stellung zu nehmen. Die Entscheidung des Berufungssenates ist dann verbandsintern endgültig, diese kann in weiterer Folge nur noch beim Internationaler Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne beeinsprucht werden.

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Publiziert am 27.08.2012