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Abschied aus Porto

Der überraschende Wechsel von Marc Janko zum türkischen Spitzenclub Trabzonspor ist am Montagnachmittag unter Dach und Fach gebracht worden. Das gab das Management des ÖFB-Teamstürmers via Kurzmitteilungsdienst Twitter bekannt. Demnach soll Janko beim Europa-League-Quali-Vertreter einen Dreijahresvertrag unterschreiben. Die Ablösesumme an den FC Porto betrage drei Millionen Euro.

Der aktuelle türkische Tabellenzweite hatte bereits im vergangenen Winter Interesse an Janko gezeigt. Damals hatte Porto das Rennen gemacht. Jankos Zeit in der portugiesischen Hafenstadt ist nun aber nach nur einem starken halben Jahr schon wieder zu Ende. Nach der Verpflichtung des kolumbianischen Angreifers Jackson Martinez war für den Österreicher in der Offensive von Porto kein Platz mehr.

Marc Janko (Porto) köpfelt den Ball über seine GegnerAPA/EPA/LUSA/Jose Sena GoulaoKopfbälle ab sofort für Trabzonspor

Neuer Club, neues Glück

Janko war für drei Millionen Euro Ablösesumme aus den Niederlanden von Twente Enschede zu Porto gewechselt. Für den portugiesischen Meister bestritt der 29-jährige Nationalstürmer zwölf Pflichtspiele und erzielte dabei fünf Tore. In den zwei Spielen der neuen Saison musste Janko auf der Bank Platz nehmen. Martinez, der um rund neun Millionen Euro von Jaguares de Chiapas aus Mexiko eingekauft wurde, spielte für Porto beide Male durch.

Nun sicherte sich also Trabzonspor die Dienste des Niederösterreichers. Laut der Tageszeitung „Hürriyet“ hatte der als Aktiengesellschaft geführte Club den Transfer schon am Montagvormittag bei der Börse in Istanbul angemeldet. Porto hatte die Verhandlungen über einen Wechsel von Janko ebenfalls bestätigt.

2010 war Janko von Red Bull Salzburg um sieben Millionen Euro Ablöse zu Twente gewechselt und hatte in 45 Pflichtspielen 24-mal für die Niederländer getroffen. Ende 2011 verlor der Niederösterreicher jedoch seinen Stammplatz und wechselte nach Portugal. Bei Porto unterschrieb Janko bis 2015. Nach einer Verletzung rückte der 29-Jährige bei den Portugiesen jedoch ins zweite Glied.

Koller setzt auf Janko

Bei Trabzonspor, vergangene Saison Dritter der Süper-Lig, hat Janko wohl bessere Chancen auf einen Stammplatz im Sturm. Trainer Senol Günes sieht im Österreicher eine „Speerspitze“. Der kopfballstarke Janko passt dem Ex-Teamchef der Türkei gut ins Konzept. Trabzonspor war neben Fenerbahce schon im Winter an einer Verpflichtung interessiert gewesen. Am Donnerstag bestreitet Trabzon das Rückspiel im EL-Play-off bei Videoton Szekesfehervar (Heimspiel 0:0). Sollte man sich qualifizieren, wäre Janko in der Gruppenphase spielberechtigt.

Auch wenn Janko in dieser Saison noch kein Pflichtspiel in den Beinen hat, holte ihn ÖFB-Teamchef Marcel Koller für das bevorstehende WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland am 11. September in den Kader. „Er ist für mich nach wie vor ein wichtiger Stürmer, der international gezeigt hat, dass er Tore schießen kann. Er hat seine Fähigkeiten und wird sich im Training voll reinhängen“, sagte der Schweizer. Janko ist nun neben Veli Kavlak (Besiktas Istanbul) und Yasin Pehlivan (Gaziantepspor) der dritte Türkei-Legionär im Aufgebot.

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Publiziert am 29.08.2012