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„Klarerweise Außenseiter“
Das hat die Auslosung am Freitagnachmittag in Monaco ergeben. Das erste Spiel steigt am 20. September daheim gegen Rosenborg. Diese Partie wäre das von der UEFA nach den schweren Ausschreitungen von Thessaloniki verhängte „Geisterspiel“. Rapid wird allerdings gegen das Urteil Einspruch einlegen. Weiter geht es mit dem Auswärtsspiel gegen Metalist (4.10.), danach folgen zwei Duelle mit Leverkusen (25.10. daheim, 8.11. auswärts). Abgeschlossen wird die Gruppenphase mit dem Auswärtsspiel in Trondheim (22.11.) und der Heimpartie gegen Charkiw (6.12.).
GEPA/Christian OrtGespannt verfolgten Peter Schöttel und die Spieler die Auslosung im ORF„Wir waren in Topf vier, daher sind wir in dieser Gruppe klarerweise Außenseiter“, erklärte Rapid-Trainer Peter Schöttel in einer ersten Reaktion nach der Auslosung. „Es ist eine interessante Gruppe, wir werden uns gut darauf vorbereiten. Die Gruppenphase war in der Vorbereitung unser erklärtes Ziel. Die Aufgabe ist schwierig, aber sehr reizvoll.“ Ähnlich sieht das Schöttels Kapitän Steffen Hofmann.
Respekt und Vorfreude in Hütteldorf
„Ein schwieriges Los. Es sind sehr starke Mannschaften dabei“, meinte der deutsche Spielmacher. „Es wird sehr, sehr schwer. Es gab sicher Gruppen, die interessanter gewesen wären. Aber wir sind froh, dass wir überhaupt dabei sind.“ Verteidiger Markus Katzer kündigte voller Vorfreude an: „Keine leichte Aufgabe, aber es wird sehr interessant werden. Es werden drei interessante Spiele, wir freuen uns darauf.“
Rapid-Präsident Rudolf Edlinger sah das ganze gewohnt pragmatisch: „Man muss es nehmen, wie es kommt. Es hätte sicher schwierigere Gruppen gegeben. Aber es werden schöne Spiele werden, wir sind nicht chancenlos.“ Der ehemalige Finanzminister rechnet zweimal mit einem ausverkauften Happel-Stadion - das erste Heimspiel müssen die Hütteldorfer nach derzeitigem Stand aufgrund der UEFA-Sanktionen ohne Zuschauer bestreiten. „Wir hoffen aber noch, dass wir das ‚Geisterspiel‘ wegbekommen“, sagte Edlinger zum geplanten Einspruch.
„Vizekusen“ freut sich auf Rapid
Mit Leverkusen hat erst ein österreichisches Team Bekanntschaft gemacht. Die Austria musste sich dem Werksteam in der ersten Runde der UEFA-Cup-Saison 1987/88 mit einem Gesamtscore von 1:5 (0:0/heim, 1:5/auswärts) geschlagen geben. Wenige Monate später gewannen die Leverkusener den Bewerb und holten ihren bisher einzigen internationalen Titel. Einzige Trophäe in Deutschland ist nach wie vor der DFB-Cup 1993. In der Meisterschaft gab es seit 1997 gleich fünf zweite Plätze, was Bayer den Spitznamen „Vizekusen“ einbrachte.
Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler war mit der Auslosung zufrieden. „Wir freuen uns sehr auf Rapid Wien, weil Bayer Leverkusen in einem Pflichtspiel noch nie gegen Rapid gespielt hat. Unser Anspruch ist natürlich der Einzug in die nächste Runde. Das wird schwierig, ist aber machbar.“ Auch Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser blickt den Duellen mit Rapid erwartungsfroh entgegen. „Rapid Wien als zweite Kraft in Österreich sollte man nicht unterschätzen. Aber insgesamt dürfte es eine lösbare Aufgabe sein, in dieser Gruppe weiterzukommen.“
Rekordmeister und Südamerika-Filiale
Rosenborg hat bereits 22 nationale Meistertitel und neun Cupsiege auf dem Konto. Zu den bekanntesten Spielern des norwegischen Rekordmeisters zählen Ex-Tottenham-Stürmer Steffen Iversen und der frühere Hans-Rostock-Kicker Rade Prica. Im Herbst 1968 setzte sich Rapid gegen Rosenborg in der ersten Meistercup-Runde durch (3:1/a, 3:3/h), im September 1993 zogen die Norweger in der Champions-League-Quali gegen die Austria mit 3:1 (h) und 1:4 (a) den Kürzeren.
Weniger gut waren die jüngsten Erfahrungen österreichischer Clubs mit Metalist Charkiw. Die mit südamerikanischen Kickern gespickte ukrainische Mannschaft gewann in der vergangenen Europa-League-Saison gegen die Austria in der Gruppenphase mit 2:1 (a) und 4:1 (h), im Sechzehntel-Finale wurde Red Bull Salzburg mit 4:1 (h) und 4:0 (a) ausgeschaltet.
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Publiziert am 31.08.2012