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Essien wird ein „Königlicher“

Kurz vor Schließung des Transferfensters haben Real Madrid und Manchester City Freitagnacht noch einmal groß zugeschlagen. Die Spanier verpflichteten den 29-jährigen Mittelfeldspieler Michael Essien aus Ghana leihweise für ein Jahr von Champions-League-Sieger Chelsea. Der amtierende Premier-League-Champion Manchester City sicherte sich indes die Dienste von Matija Nastasic und Javi Garcia.

Real-Neuzugang Essien war 2005 für 38 Millionen Euro von Olympique Lyon nach London transferiert worden. In den vergangenen beiden Saisonen war er aber wegen Verletzungen bei Chelsea kaum noch zum Einsatz gekommen. In Madrid trifft er auf seinen ehemaligen Coach Jose Mourinho, mit dem er 2006 englischer Meister wurde. Der Westafrikaner soll den 27-jährigen Franzosen Lassana Diarra, der zu Anschi Machatschkala wechselte, ersetzen.

Michael Essien beim Training

AP/Kirsty Wigglesworth

Essien soll bei Real den Franzosen Lassana Diarra ersetzen

City wappnet sich für Titelverteidigung

In der Premier League versucht sich indes Manchester City mit zwei Last-Minute-Transfers für das Unternehmen Titelverteidigung zu wappnen. Das 19-jährige serbische Abwehrtalent Nastasic wechselte für 15 Millionen Euro von AC Fiorentina zu den „Citizens“, für den 25-jährigen Spanier Garcia soll Benfica Lissabon gar 20 Millionen Euro erhalten haben. Der Spielmacher ist der Cousin des früheren Liverpool-Stars Luis Garcia und hat bisher ein Länderspiel für den amtieren Welt- und Europameister absolviert.

Bereits zuvor hatte City am Freitag den brasilianischen Rechtsverteidiger Maicon von Inter Mailand verpflichtet. Der 31-jährige Rechtsverteidiger unterschrieb einen mehrjährigen Vertrag. Maicon hatte die vergangenen sechs Spielzeiten in Mailand verbracht und dabei in 235 Partien 20 Treffer erzielt. Der jetzige ManCity- und frühere Inter-Trainer Roberto Mancini kennt den 66-maligen brasilianischen Nationalspieler noch von damals.

Ebenfalls verpflichtet wurde Stürmer Scott Sinclair vom Ligarivalen Swansea. Der 23-Jährige war Teil des britischen Olympiateams. Richard Wright wurde ablösefrei als dritter Goalie hinter Joe Hart und Costel Pantilimon geholt, er spielte zuletzt bei Preston North End in der dritten Liga. Der niederländische Teamspieler Nigel de Jong dagegen verlässt Manchester City und wechselt um kolportierte vier Millionen Euro zum AC Milan. Der Vertrag des 27-jährigen Mittelfeldspielers wäre noch bis 2013 gelaufen.

Frankreich-Teamgoalie Lloris zu Spurs

Neben dem Budgetkrösus aus Manchester holte Ligarivale Tottenham auf den letzten Drücker noch US-Teamstürmer Clint Dempsey, nachdem die Spurs kurz zuvor bereits den französischen Teamtormann und -kapitän Hugo Llloris um zehn Millionen Euro von Olympique Lyon gekauft hatten. Der 87-fache Internationale Dempsey kommt von Fulham an die White Hart Lane und soll rund 7,5 Millionen Euro gekostet haben.

Auf der Spielmacherposition schaffte es Tottenham dagegen nicht, Ersatz für die abgewanderten Luka Modric (Real Madrid) und Rafael van der Vaart (Hamburger SV) zu finden. Medienberichten zufolge kam der von den Spurs angestrebte Last-Minute-Transfer des portugiesischen Nationalspielers Joao Moutinho vom FC Porto nicht zustande.

Nach der Schließung des Transferfensters um Mitternacht war laut Medienberichten Paris St. Germain jener Verein, der im Sommer die beiden teuersten Spieler verpflichtet hat. Für die Brasilianer Lucas Moura und Thiago Silva soll der französische Vizemeister jeweils 55 Millionen Euro ausgegeben haben. Auf Rang drei folgt dann Modric, der Real rund 53 Millionen wert war.

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