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Zweiter Saisonsieg nach Australien

Der Grand Prix von Belgien war am Sonntag eine klare Sache für Jenson Button. Der McLaren-Pilot, der sich am Samstag seine erste Poleposition seit über drei Jahren geholt hatte, beherrschte das Rennen von Beginn an und fuhr einen souveränen Sieg vor Weltmeister Sebastian Vettel im Red Bull und Lotus-Pilot Kimi Räikkönen heraus.

Vettel, der nur von Rang zehn aus gestartet war, verkürzte als neuer WM-Zweiter den Rückstand auf Leader Fernando Alonso, dessen Rennen schon nach wenigen Metern vorbei war, auf 24 Punkte und damit auf weniger als einen Grand-Prix-Sieg.

Schwerer Unfall beim Start

Der spanische Ferrari-Pilot und Lewis Hamilton im zweiten McLaren waren in der ersten Kurve in einen schweren Unfall mit Romain Grosjean im Lotus und Sauber-Pilot Sergio Perez verwickelt, alle vier Fahrer blieben in ihren teilweise wild über die Strecke fliegenden Autos zum Glück aber unverletzt. Das Rennen konnten sie aber nicht fortsetzen. Alonso, der nur mit fremder Hilfe aus seinem demolierten Ferrari aussteigen konnte und etwas benommen wirkte, verpasste damit den Rekord von 24 Rennen in Folge in den Punkterängen, den Michael Schumacher von 2001 bis 2003 aufgestellt hatte.

Crash mehrerer Boliden nach dem StartReuters/Jan Van De VelDer Zwischenfall in der ersten Kurve hätte böse ausgehen können

Nach dem Startunfall musste das Safety-Car auf die Strecke, dahinter reihten sich Pole-Mann Button, Räikkönen und Nico Hülkenberg im Force India ein. Der nur als 13. gestartete Schumacher kam bis auf Rang fünf nach vorne. Mark Webber verbesserte sich auf Platz acht, sein Teamkollege Vettel verlor hingegen als Zwölfter etwas an Boden. Nach vier Runden wurde das Rennen dann freigegeben, für Williams-Pilot Pastor Maldonado war gleich darauf mit einem gebrochenen Frontflügel Schluss. Der Venezolaner hatte zuvor schon mit einem deutlichen Frühstart für Kopfschütteln bei der Rennleitung gesorgt.

Button kontrolliert das Feld

Button setzte sich an der Spitze ab und hatte nach zehn Runden schon über fünf Sekunden Vorsprung auf die Verfolger, Vettel ging mit einem engagierten Manöver an Webber vorbei auf Rang neun nach vorne. Wenig später eroberte Schumacher Platz drei von Räikkönen. Dieser eröffnete als Erster der Spitzenpiloten in Runde zwölf die Serie der Reifenwechsel. In Runde 15 war Vettel dann schon Dritter hinter Button und Schumacher, alle drei waren allerdings noch nicht an der Box.

Während der McLaren-Pilot seinen Vorsprung Sekunde um Sekunde ausbaute, entschloss sich Schumacher in Runde 20 unmittelbar vor Vettel fahrend kurzfristig zum Boxenstopp, die beiden Deutschen vermieden dabei eine Kollision nur knapp. Button wechselte eine Runde später die Reifen, dank seines großen Vorsprungs von über 15 Sekunden blieb er aber vor Vettel. In der „bereinigten“ Wertung nach einem Boxenstopp führte Button dann vor Räikkönen, Hülkenberg und Webber. Vettel und Schumacher fanden sich auf den Plätzen sechs und acht wieder.

Ein Reifenwechsel reicht dem Spitzenduo

Allerdings waren die Piloten zu diesem Zeitpunkt mit deutlich unterschiedlich abgefahrenen Reifen unterwegs. Hülkenberg und Webber holten sich auch prompt in Runde 28 den dritten Reifensatz ab, Räikkönen folgte einen Umlauf später. Wenig setzte Narain Karthikeyan seinen HRT heftig in die Streckenbegrenzung und riss sich dabei das rechte Hinterrad ab.

Jubel von Jenson ButtonAP/Luca BrunoButton war am Sonntag in Spa nicht zu schlagen

An der Spitze zog bis zum Ende Button weiter einsam seine Kreise und machte seinen ersten Spa-Sieg perfekt, dahinter war Vettel ein ungefährdeter Zweiter vor Räikkönen. Bereits in einer Woche steht in Monza der nächste Grand Prix auf dem Programm.

Grand Prix von Belgien

Endstand nach 44 Runden (308,052 km):
1. Jenson Button GBR McLaren 1:56,163
2. Sebastian Vettel GER Red Bull + 13,624
3. Kimi Räikkönen FIN Lotus 25,334
4. Nico Hülkenberg GER Force India 27,843
5. Felipe Massa BRA Ferrari 29,845
6. Mark Webber AUS Red Bull 31,244
7. Michael Schumacher GER Mercedes 53,374
8. Jean-Eric Vergne FRA Toro Rosso 58,865
9. Daniel Ricciardo AUS Toro Rosso 1:02,982
10. Paul di Resta GBR Force India 1:03,783
11. Nico Rosberg GER Mercedes 1:05,111
12. Bruno Senna BRA Williams 1:11,529
13. Kamui Kobayashi JPN Sauber 1:56,119
14. Witali Petrow RUS Caterham 1 Runde
15. Timo Glock GER Marussia 1 Runde
16. Charles Pic FRA Marussia 1 Runde
17. Heikki Kovalainen FIN Caterham 1 Runde
18. Pedro de la Rosa ESP HRT 1 Runde
Out: Fernando Alonso (ESP/Ferrari), Lewis Hamilton (GBR/McLaren), Sergio Perez (MEX/Sauber), Romain Grosjean (FRA/Lotus), Pastor Maldonado (VEN/Williams), Narain Karthikeyan (IND/HRT)

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Publiziert am 03.09.2012