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Drei weitere Medaillen für ÖPC-Sportler

Österreichs Behindertensportler haben nach Bronze für Dressurreiter Bepo Puch am Sonntag weitere drei Medaillen bei den Paralympics in London erobert. Für Speerwerferin Natalija Eder gab es ebenfalls Bronze, für den Tischtennis-Routinier Stanislaw Fraczyk Silber. Blindensportler Bil Marinkovic sorgte am späten Abend für das dritte Edelmetall.

Der 39-Jährige kam im Olympiastadion im Diskuswurf der Klasse F11 mit 34,59 Metern an die dritte Stelle. Gold ging an den Spanier David Casino (38,41), Silber an den Ukrainer Wasil Lischtschinski (35,66). Marinkovic gewann 2004 in Athen Gold im Speerwurf. „Ich bin so glücklich, ich kann es gar nicht beschreiben. Es haben kaum noch Leute an mich geglaubt, deswegen war ich ein wenig frustriert. Jetzt habe ich es allen gezeigt - ich bin wieder zurück“, sagte Marinkovic.

Harte Gegenwehr im Finale

Fraczyk musste sich in der Klasse 9 am Sonntag erst im Finale geschlagen geben. Der 59-jährige Niederösterreicher unterlag dem als Nummer eins gesetzten Chinesen Lin Ma mit 1:3, lieferte dabei aber einen tollen Kampf ab.

Fraczyk startete fulminant und führte im ersten Satz 8:0, gewann letztlich noch mit 11:8. Danach fand der favorisierte Chinese seinen Rhythmus und holte sich die Sätze zwei und drei mit 11:7 und 11:4. Im vierten Satz lieferten sich die beiden Spieler ein spannendes Duell - Fraczyk hatte Chancen auf den Satzgewinn, musste sich aber denkbar knapp 11:13 geschlagen geben.

Angesichts seiner hervorragenden Leistung bilanzierte er mit gemischten Gefühlen. „Ich bin sehr stolz darauf, dass ich die Silbermedaille gemacht habe. Auf der anderen Seite bin ich ein wenig traurig. Wenn man im Finale steht, will man natürlich Gold holen. Man darf aber auch nicht vergessen, dass ich schon fast 60 bin und gegen junge Burschen spiele“, erklärte Fraczyk, der seine insgesamt siebente Medaille bei Paralympischen Spielen eroberte und nun bei drei Gold- und vier Silbermedaillen hält.

Natalija Eder mit der MedailleGEPA/Christopher KelemenEder überrascht im Speerwurf als Dritte

„Herz klopft bis zum Hals“

Schon vor Fraczyk hatte Eder im voll besetzten Olympiastadion im Speerwurf in der Klasse F12/F13 überraschend über die Bronzemedaillle gejubelt. Die 32-Jährige, die seit ihrer Kindheit sehbehindert ist, warf im zweiten Versuch den Speer auf 38,03 Meter.

Die in Weißrussland geborene Eder war auch mit Bronze überglücklich und mehr als zufrieden. „Mein Herz klopft bis zum Hals. Es ist ein Wahnsinn, dass ich bei den Paralympics eine Medaille gewonnen habe“, sagte Eder, die in der Steiermark lebt und für den Wiener Landesverband startet.

Geierspichler Siebenter im Rollstuhlsprint

Thomas Geierspichler belegte im Rollstuhlsprint der Klasse T52 über 100 m den siebenten Platz. Der 36-jährige Salzburger kam auf eine Zeit von 19,01 Sekunden, die Goldmedaille ging an den US-Amerikaner Raymond Martin in 17,02.

Im Rollstuhltennis ist Österreich im Einzel nicht mehr vertreten. Martin Legner unterlag in der zweiten Runde dem Briten Dave Phillipson 3:6 2:6, Thomas Mossier dem Japaner Takashi Sanada 6:4 3:6 3:6. Im Doppel besiegten Legner/Mossier in Runde eins die Chilenen Robinson Mendez/Diego Perez 6:3 7:5.

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Publiziert am 03.09.2012