Köln löste Pezzoni-Vertrag „nicht wegen ein paar Chaoten“
Der 1. FC Köln hat den Vertrag mit dem von Hooligans bedrohten Kevin Pezzoni „nicht wegen ein paar Chaoten aufgelöst, die den Spieler bedrängt haben“. Das teilte der deutsche Zweitligist seinen Mitgliedern und der Öffentlichkeit am Dienstag mit. Die Annahme, der FC kapituliere „vor aggressivem Verhalten einzelner Störer, wie zunächst behauptet wurde“, bezeichnete der Verein als absurd.
„Der 1. FC Köln positioniert sich klar gegen Gewalt und stellt sich vor seine Spieler und Mitarbeiter“, hieß es weiter. „Diese Chaoten haben keinerlei Einfluss auf Vertragsentscheidungen von Vorstand und Geschäftsführung - weder in der einen noch in der anderen Richtung. Wer etwas anderes behauptet, liefert die Vorlage für weitere Chaoten, andere Spieler ins Visier zu nehmen. Der FC ist seiner Fürsorgepflicht gegenüber Kevin Pezzoni jederzeit nachgekommen“, beteuerte der Bundesliga-Absteiger.
Bereits am Mittwoch vergangener Woche sei Pezzoni auf Trainer Holger Stanislawski und die sportliche Führung zugekommen, um das Gespräch über seine persönliche Situation zu suchen. Öffentliche Kritik über die vergangenen Jahre sowie Vorfälle der vergangenen Woche hätten sich aufgestaut. Die einvernehmliche Vertragsauflösung sei schließlich der auch von Pezzoni und seinem Berater gewünschte beste Weg gewesen, um dem Spieler die Möglichkeit zu geben, seine fußballerische Zukunft in einem unbelasteten Umfeld und frei zu gestalten.
Publiziert am 04.09.2012