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Melzer hat sich viel vorgenommen
Österreichs Topmann Jürgen Melzer wäre momentan die Nummer vier, der Australier Lleyton Hewitt steht auf der Wunschliste. Das Turnier hat derzeit ein wenig mit dem um eine Woche vorgezogenen Termin zu kämpfen. Dadurch verschob sich auch der Nennschluss in die Mitte der US Open, womit einige Profis offenbar mit ihren Nennungen in Verzug gerieten. „Wir haben unmittelbar nach Nennschluss einige Anfragen von Top-20-Spielern bekommen“, so Turnierdirektor Herwig Straka.
Wer erhält eine Wildcard?
Man werde deshalb womöglich eine weitere der drei Wildcards nicht an Österreicher vergeben können. Eine würde für die ehemalige Nummer eins Hewitt benötigt, eine geht fix an einen ÖTV-Spieler. Braucht man nun eine weitere für einen internationalen Topmann, fällt ein Österreicher durch.
Aber auch so sprach Straka von „eineinhalb“ Lokalmatadoren. Einer ist logischerweise Melzer, der andere Haas. Der in den USA lebende Hamburger hat bekanntlich steirische Wurzeln und wird laut Straka diesmal mit Ehefrau anreisen. „Tommy erlebt derzeit eine einzigartige Renaissance“, sagte der Turnierdirektor. Er freue sich schon auf den 34-Jährigen, der zum zehnten Mal in Wien spielt und sich 2012 von Platz 203 auf Rang 21 hochgespielt hat.
Melzer hofft auf starke Wien-Woche
Melzer möchte spätestens in Wien seine aktuelle Durststrecke beenden, sofern ihm das nicht schon vorher auf der Asientournee (Kuala Lumpur, Peking, Schanghai) gelingt. „Das Feld in Wien ist sehr anspruchsvoll. Del Potro ist für mich der klare Favorit, aber ich zähle auch mich selbst dazu“, gab sich der zweifache Wien-Sieger trotz seiner zuletzt schwachen Ergebnisse zuversichtlich. „Wien ist ein Highlight für mich. Dort kann ich die Sommersaison herumreißen, weil ich in Wien immer gut gespielt habe. Ich möchte auch diesmal bis am Wochenende dabei sein.“
ORF.at/Christian ÖserIn der Stadthalle hat Melzer zwei seiner vier Turniersiege gefeiertDel Potro laut Veranstalter fix dabei
Der aktuelle Weltranglistenachte und Vorjahresfinalist Del Potro, der zweimal schon in Wien „geschwänzt“ hatte, stand zwar am Mittwoch auch beim Parallelturnier in Stockholm - dort spielt Wien-Titelverteidiger Jo-Wilfried Tsonga - auf der Spielerliste. Der Argentinier wird laut Straka aber selbst bei einem weiteren US-Open-Triumph („Dann wird er höchstens teurer“) fix in Wien dabei sein.
Hobby-DJ Tipsarevic (9.) soll auch abseits der Courts „Farbe“ ins Turnier bringen, ebenso die Bryan-Brüder im Doppel und das ausgiebige Rahmenprogramm, steht doch jeder Turniertag unter einem Thema. In puncto Oncourt-Entertainment hat man sich Spektakel wie beim ATP-Finale in London als Ziel gesetzt. Ab dem Dienstag (16.10.) wird es jeden Tag TV-Übertragungen zu sehen geben, und zwar sowohl in ORF eins als auch in ORF Sport +.
Verstärkte Zusammenarbeit mit dem ÖTV
Erstmals wird es heuer auch eine intensive Kooperation mit dem Österreichischen Tennisverband (ÖTV) geben. „Die großen Verbände haben die Grand Slams, wir haben die Erste Bank Open“, erklärte ÖTV-Präsident Ronald Leitgeb die neuen Synergien mit dem Wiener Hallenturnier. Der ÖTV will die Veranstaltung auf mehreren Ebenen als Plattform für seine Mitglieder und Sponsoren nutzen. Leitgeb selbst wird auch in einer „Sprechstunde“ zur Verfügung stehen, Highlight wird aber die Award-Gala am Samstag, bei der erstmals die Ehrung von ÖTV-Spielern und Teams des Jahres im Mittelpunkt steht. „Die Kooperation ist ein Zeichen der Öffnung des ÖTV“, sagte Leitgeb.
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Publiziert am 06.09.2012