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„Kindheitstraum in Erfüllung gegangen“

Der Tiroler Daniel Federspiel hat am Sonntag zum Abschluss der Mountainbike-WM in Saalfelden die Bronzemedaille im Eliminator gewonnen. Im Vierer-Finale hielt der 24-Jährige den Deutschen Christian Pfäffle auf Distanz und holte damit die einzige österreichische Medaille bei diesen Titelkämpfen.

Die Goldmedaille in dem abschließenden und erstmals bei einer WM ausgetragenen Bewerb sicherte sich der Schweizer Ralph Näf, Silber ging an den Slowenen Miha Holzer. Der Damen-Titel im Eliminator ging an die Schwedin Alexandra Engen. Aus heimischer Sicht waren bis zum Schlusstag vierte Plätze von Alexander Gehbauer im U23-Cross-Country-Rennen und Anita Molcik im Four-Cross die sportlichen Lichtblicke.

Mountainbiker Daniel Federspiel

GEPA/Harald Steiner

Daniel Federspiel sorgt für einen versöhnlichen WM-Abschluss

Kontrolliert zur Medaille

Federspiel hatte heuer im überhaupt ersten Weltcup-Bewerb in dieser Disziplin im April in Belgien Rang zwei erreicht und sich auch bei der WM-Premiere dieser K.-o.-Konkurrenz gute Chancen auf einen Spitzenrang ausgerechnet. Der 25-Jährige fuhr dann auch taktisch klug vorerst bis ins Semifinale. Im Viertelfinale ging Federspiel nicht voll auf den Gewinn des Laufes, mit einem kontrollierten zweiten Rang stieg er ebenso sicher auf.

Im Semifinale vor rund 5.000 Zuschauern verspekulierte sich der Lokalmatador aber beinahe. In der zweiten von zwei Runden auf dem über einige Stufenpassagen führenden Kurs übernahm er die Führung, stellte aber zu früh ab und setzte sich im Duell um Rang zwei erst nach Fotofinish-Entscheid gegen den Australier Chris Jongewaard durch. „Da hätte ich mich fast verschätzt. Ich wollte mir noch Körner für das Finale aufheben“, sagte er.

„Rennen meines Lebens“

Damit war Federspiel Rang vier sicher. Doch Fer wollte mehr. Holzer schien nach einer überlegen geführten ersten Runde Gold entgegenzufahren, Näf holte aber auf und fing den Slowenen noch knapp vor dem Ziel ab. Im zweiten Duell ließ Federspiel Pfäffle nicht vorbeikommen.

„Ich habe die Medaillenchance fast schon schwinden sehen“, meinte Federspiel. Nach der ersten von zwei Runden war er nämlich kurzfristig auf Rang vier zurückgefallen. „Mit der Medaille ist dann für mich aber ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Ich bin ein taktisches Rennen gefahren und überglücklich. Es war das Rennen meines Lebens.“ Der Imster ist Profi und hat sich ganz auf diese Disziplin spezialisiert.

Lob für WM-Organisatoren

Die Veranstalter der erstmals zweiwöchigen WM in Saalfelden und Leogang, wo die Downhill- und Four-Cross-Bewerbe durchgeführt worden waren, wurden für die tadellose Durchführung von allen Seiten mit größtem Lob überschüttet. Auch die Teilnehmer zeigten sich angetan von der Stimmung. Die Organisatoren durften sich wohl auch dank des Kaiserwetters über reges Publikumsinteresse freuen.

So wohnten etwa den Entscheidungen im Downhill und Cross-Country jeweils 12.000 Zuschauer bei. Auch am Schlusstag war der Andrang im Stadtzentrum von Saalfelden wieder groß. „Die UCI wird schon ihre Gründe haben, warum sie die WM wieder nach Salzburg vergeben hat“, spielte ÖRV-Präsident Otto Flum auf die bereits dritte WM in Salzburg innerhalb von zehn Jahren nach den Mountainbike-Titelkämpfe 2002 in Kaprun und der Straßen-WM 2006 in der Landeshauptstadt an.

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