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Gelungenes WM-Debüt in Paris
ÖWK-HolzknechtIn der Kletterwand war Holzer voll in seinem ElementFür den 46-Jährigen, der seit seiner Geburt komplett blind ist und seit drei Jahren vom Bergsteigen lebt, war es ein Debüt mit vielen Emotionen. „Die Schritte zur Wand waren etwas Besonderes, vergleichbar mit dem Einstieg zu einem schweren Gipfel, den man nicht kennt und man nicht genau weiß, was einen erwartet“, erklärte Holzer, der per Headset von seinem Coach Andy Knabl bis nach ganz oben dirigiert wurde.
„Es war ein Erlebnis“
„Als ich dann in der Wand war, war ich wieder in meiner Welt. Es war ein Erlebnis“, sagte der Osttiroler, für den Sportklettern schwieriger sei als das Klettern in der freien Natur. „Weil die Tritte und Griffe von Menschen gesetzt sind, das ist willkürlich. Wenn ich aber zum Beispiel die 800 Meter hohe Südwand der Marmolata in den Dolomiten besteige, dann weiß ich jeden Griff. In der Natur ist alles logisch und wiederholt sich. Das können sehende Menschen nur nicht erkennen“, erläutert Holzer den Unterschied.
Damenteam geschlossen im Halbfinale
Einen optimalen Auftakt legten auch Österreichs Kletterdamen in der Vorstieg-Qualifikationsrunde hin. Angeführt von der amtierenden Weltmeisterin Angela Eiter und Ex-Weltmeisterin Johanna Ernst, die beide ihre Qualigruppen für sich entscheiden konnten, überzeugten auch Magdalena Röck, Christine Schranz, Barbara Bacher und Katharina Posch. Im Halbfinale der besten 26 Damen am Freitag stellt der Österreichische Wettkletterverband somit fast ein Viertel des gesamten Damen-Starterfeldes.
Bei den Herren erreichte der 29-jährige Kilian Fischhuber das Halbfinale im Boulder-Bewerb. Der fünffache Gesamtweltcup-Sieger dieser Disziplin kam in der Qualifikation auf den fünften Platz. Lukas Ennemoser schied als Gesamt-22. aus, nur 20 stiegen auf. Jeweils Beste ihrer Gruppe waren der Franzose Guillaume Glairon Monet und der Russe Dimitri Scharafutdinow.
„Die Qualifikation war der erwartet schwere Auftakt. Das erste Etappenziel ist erreicht. Die Form stimmt mich für das Halbfinale sehr positiv“, sagte Fischhuber, der das Halbfinale am Freitag bestreitet. 107 Kletterer waren am Start.
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Publiziert am 12.09.2012