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EBEL-Gastspiel möglich

Nach Thomas Vanek (Buffalo Sabres) hat auch Andreas Nödl (Carolina Hurricanes) Interesse bekundet, während des Lockout in der nordamerikanischen Eishockey-Liga (NHL) für einen österreichischen Verein zu spielen.

„Das Interesse in Europa zu spielen ist groß. Und wenn, dann sicher in Österreich. Hoffentlich findet mein Agent etwas“, erklärte Nödl am Samstag gegenüber der APA.

Am Samstag läuft in der NHL der alte Rahmenkollektivvertrag ab, ab Sonntag könnte es zu einer Aussperrung (lockout) der Spieler kommen. Vanek hat am Freitag erklärt, dass er in Österreich spielen würde, Michael Grabner (New York Islanders) wird mit seinem Stammclub Villach in Verbindung gebracht.

Pöck bleibt in Übersee

Thomas Pöck, der im Sommer bei Colorado Avalanche einen Zweiwegvertrag unterschrieben hat, wird wohl in Nordamerika bleiben und beim Farmteam Lake Erie Monsters spielen. Das Team aus Cleveland spielt in der American Hockey League (AHL), die am 12. Oktober in die Saison startet.

Bereits am Freitag hatte Vanek mit einem Gastspiel in Österreich geliebäugelt. „Wenn sich bis Ende September nichts getan hat, muss ich mir auch überlegen, ob ich nicht nach Europa komme“, sagte Vanek. „Österreich ist da für mich sicher ein Thema.“ Ein spezieller Club schwebt dem zweitbesten Sabres-Torschützen der vergangenen Saison (26 Treffer) aber noch nicht vor. „Keine Ahnung, lassen wir uns überraschen.“

Versicherung als Problem

Das größte Problem bei einem möglichen Österreich-Engagement wäre für Vanek nicht das Gehalt - der Angreifer verdient 6,4 Mio. Dollar (4,96 Mio. Euro) pro Jahr -, sondern die Versicherung. „Das ist etwas, worüber nicht oft gesprochen wird, aber bei Abstellungen - auch für das Nationalteam - immer am meisten Sorgen macht“, erklärte Vanek.

Eishockeyspieler stehen auf einer Bühne hinter dem NHL Players Association Executive Director Donald FehrAP/Mary AltafferNHL-Spieler lauschen den Worten von Gewerkschaftschef Don Fehr

Der Österreicher befand sich am Mittwoch mit rund 300 anderen NHL-Spielern in New York bei einer Sitzung, die den Lockout noch hätte verhindern sollen. Die Verhandlungen der Spielergewerkschaft mit den Clubbesitzern blieb aber ergebnislos. Nicht einmal ein neuer Gesprächstermin wurde vereinbart, nun dürfte die Aussperrung am Samstag Realität werden.

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Publiziert am 15.09.2012