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Bayern behalten weiße Weste

Während der FC Bayern in der deutschen Bundesliga weiter vorneweg marschiert, hatten die ÖFB-Legionäre in Deutschland einen bescheidenen Tag. Der Rekordmeister aus München feierte am Samstag beim glanzlosen 3:1 (2:0) gegen Mainz den dritten Sieg im dritten Saisonspiel und behauptete damit die Tabellenführung. Einzig Christian Fuchs mit Schalke durfte sich über einen Sieg freuen.

Auch ohne die an Oberschenkelproblemen laborierenden Mittelfeldstars Arjen Robben und Franck Ribery sowie den verletzten ÖFB-Jungstar David Alaba legten die Bayern einen Blitzstart hin, führten durch Tore von Mario Mandzukic (2.) und Bastian Schweinsteiger bereits nach 13 Minuten 2:0. Den Endstand fixierte Toni Kroos mit einem traumhaften Volley nach Vorarbeit des eingewechselten Javi Martinez (92.).

Mario Mandzukic trifft für BayernReuters/Michaela RehleBereits in der zweiten Minute brachte Mandzukic Bayern auf die Siegerstraße

Baumgartlinger holt Mainz-Elfer raus

Dazwischen waren die Mainzer durch einen Elfmeter des Ungarn Adam Szalai herangekommen (59.). Der schon zuletzt im Länderspiel gegen Deutschland (1:2) starke Österreicher Julian Baumgartlinger war von Bayern-Innenverteidiger Dante ungeschickt gelegt worden. Landsmann Andreas Ivanschitz, sonst bei den Mainzern für die Strafstöße zuständig, wurde erst in der 79. Minute eingewechselt. Bereits vier Minuten davor gab Bayerns neuer 40-Millionen-Mann Martinez sein Pflichtspieldebüt.

„Nach der ersten halben Stunde haben wir es leider ein bisschen schleifen lassen. Am Ende haben wir dann aber wieder gezeigt, dass wir ganz ordentlich Fußball spielen können“, bilanzierte Bayern-Goalie Manuel Neuer. Mainz-Coach Thomas Tuchel nahm die Niederlage gelassen: „Unsere Situation war ein Punkt aus drei Spielen. Ich habe keinen Gedanken an eine Sensation in München verschwendet. Das ehrt uns, dass uns das zugetraut wurde.“

Harnik verhilft Almer zu Debüt

Der VfB Stuttgart kam mit ÖFB-Angreifer Martin Harnik nicht über ein torloses Remis gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hinaus. Harnik verhalf dafür Landsmann Robert Almer zu einem Kurzeinsatz, weil er Düsseldorfs herausgeeilten Stammtorhüter Fabian Giefer unglücklich im Gesicht traf. Dieser musste mit einer blutenden Lippe vom Platz (80.). „Wir wissen noch nicht, ob und wie lange er ausfallen wird“, sagte Nürnberg-Coach Norbert Meier.

Österreichs Nummer eins erhielt seine erste Chance in der deutschen Bundesliga und bewahrte Düsseldorfs makellose Bilanz. Die Fortuna ist als einziges Team der Liga weiter ohne Gegentor. Stuttgart liegt mit nur einem Punkt vorerst auf Rang 16. „Das Wichtigste ist, dass wir den Mut nicht verlieren. Alles andere kommt dann von selbst“, sagte Cacau nach dem weiter glücklosen Saisonstart für die Stuttgarter.

Bremen wird nicht belohnt

Werder Bremen kämpfte sich in einem packenden Nordderby in Hannover nach 0:2-Rückstand zurück, unterlag aber nach einem Gegentreffer in der Nachspielzeit. Der Ungar Szabolcs Huszti avancierte mit einem Doppelpack (6., 92.) zum Matchwinner für die Hannoveraner. Er sah allerdings noch in der Nachspielzeit wegen übertriebenen Jubels Gelb-Rot. Aaron Hunt (26./Elfmeter) und Kevin de Bruyne (74.) trafen für Bremen, Leon Andreasen für Hannover (10.), die vorerst noch vor Dortmund auf dem zweiten Tabellenplatz liegen.

Torschuetze Szabolcs Huszti und Lars Stindl jubelndapd/Joerg SarbachSzabolcs Huszti war der Matchwinner für Hannover gegen Bremen

Werders Marko Arnautovic zeigte eine engagierte Vorstellung, hatte nach einer starken Einzelaktion sogar die Führung am Fuß (86.). Schon zuvor war der Österreicher mehrmals gefährlich vor dem Tor aufgetaucht (15., 43., 51.). Landsmann Zlatko Junuzovic wurde erst in der 60. Minute eingewechselt, Sebastian Prödl musste wegen muskulären Problemen überhaupt in Bremen bleiben.

Werder-Coach Thomas Schaaf war nach der Partie trotz der Niederlage nicht niedergeschlagen: „Was für ein klasse Spiel. Es war alles drin, was den Fußball ausmacht.“ Dass sein Team auch Fehler gemacht hatte, nahm er in Kauf. „Wenn diese Leidenschaft bleibt, dann wird es gut“, prognostizierte er angesichts des über weite Strecken gelungen Auftritts seiner Mannschaft.

Rückschlag für Mönchengladbach

Einen Rückschlag setzte es für Martin Stranzl und Borussia Mönchengladbach. Der Vierte der Vorsaison erlitt gegen den weiter ungeschlagenen 1. FC Nürnberg eine 2:3-Heimniederlage, die erste der Saison. Meister Dortmund gab sich dagegen keine Blöße. Vor den Augen von Bundeskanzlerin Angela Merkel fixierten Mats Hummels (29.), Jakub Blaszczykowski (39.) und Robert Lewandowski (79.) den 3:0-Sieg der Dortmunder gegen Leverkusen, die in der Europa League mit Rapid in einer Gruppe spielen.

Dem BVB, der saisonübergreifend bereits im 31. Ligaspiel in Serie ohne Niederlage blieb, gelang damit auch die Generalprobe für den Auftakt der Champions League am Dienstagabend gegen Ajax Amsterdam. Vorjahresfinalist Bayern steigt am Mittwoch mit einem Heimspiel gegen Valencia in die Königsklasse ein.

Gelungene CL-Generalprobe von Schalke

Der FC Schalke 04 hat eine gelungene Generalprobe für das Comeback auf der Champions-League-Bühne gefeiert. Trotz mangelhafter Chancenverwertung fuhr das Team von Trainer Huub Stevens am Samstagabend einen 2:0-Sieg bei Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth ein und übernahm vorläufig Platz drei.

Drei Tage vor dem Auftakt in der Königsklasse bei Olympiakos Piräus sorgten Julian Draxler (48.) und Lewis Holtby (88.) für den ersten Auswärtserfolg der Schalker in dieser Saison. ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs stand bis zu seinem Austausch in der 90. Minute auf dem Spielfeld.

Deutsche Bundesliga

3. Runde

Freitag, 14. September:
Augsburg Wolfsburg 0:0
Samstag, 15. September:
Bayern München Mainz 3:1
Dortmund Leverkusen 3:0
Mönchengladbach Nürnberg 2:3
Stuttgart Düsseldorf 0:0
Hannover Bremen 3:2
Greuther Fürth Schalke 0:2
Sonntag, 16. September:
Freiburg Hoffenheim 5:3
Frankfurt Hamburger SV 3:2

Abschlusstabelle 2012/13

1. FC Bayern München * 34 29 4 1 98:18 91
2. Borussia Dortmund 34 19 9 6 81:42 66
3. Bayer 04 Leverkusen 34 19 8 7 65:39 65
4. FC Schalke 04 34 16 7 11 58:50 55
5. SC Freiburg 34 14 9 11 45:40 51
6. Eintracht Frankfurt 34 14 9 11 49:46 51
7. Hamburger SV 34 14 6 14 42:53 48
8. Borussia Mönchengladbach 34 12 11 11 45:49 47
9. Hannover 96 34 13 6 15 60:62 45
10. 1. FC Nürnberg 34 11 11 12 39:47 44
11. VfL Wolfsburg 34 10 13 11 47:52 43
12. VfB Stuttgart 34 12 7 15 37:55 43
13. 1. FSV Mainz 05 34 10 12 12 42:44 42
14. Werder Bremen 34 8 10 16 50:66 34
15. FC Augsburg 34 8 9 17 33:51 33
16. 1899 Hoffenheim ** 34 8 7 19 42:67 31
17. Fortuna Düsseldorf *** 34 7 9 18 39:57 30
18. SpVgg Greuther Fürth *** 34 4 9 21 26:60 21

* Meister
** Relegation
*** Absteiger

CL-Teilnehmer 2013/14: Bayern, Dortmund, Leverkusen
CL-Qualifikation: Schalke
EL-Qualifikation: Freiburg, Frankfurt, Stuttgart (Finalist DFB-Pokal)

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Publiziert am 17.09.2012