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„Stehen mit leeren Händen da“

Marko Arnautovic war am Samstag in der dritten Runde der deutschen Bundesliga der einzige Österreicher in der Startformation von Werder Bremen im Nordderby gegen Hannover 96 - und dem Siegestor sehr nahe. Am Ende kam alles ganz anders.

Die Bremer mussten sich dem Lokalrivalen in einem ebenso hochklassigen wie verrückten Spiel 2:3 geschlagen geben und halten damit bei drei Punkten aus drei Partien. „Der Ausgang des Spiels ist sehr bitter für uns“, erklärte Marko Arnautovic.

Entscheidung in der Nachspielzeit

Nach einem frühen 0:2-Rückstand hatten sich die Bremer zurückgekämpft, um im Finish durch den Ungarn Szabolcs Hoszti doch noch um den Lohn ihrer Arbeit gebracht zu werden. Der Hannover-Stürmer wurde allerdings nach seinem Siegestor per Seitfallzieher in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot ausgeschlossen, weil er sich erst das Trikot vom Leib gerissen hatte und dann auch noch auf den Zaun geklettert war, um mit den Fans zu feiern - laut Regelbuch jeweils Gelbe Karten. „Das war ein bisschen doof von mir“, gestand Huszti. Im Siegesrausch war das den Hannoveranern freilich egal.

Hannovers Szabolcs Huszti diskutiert mit Schiedsrichter Deniz AytekinAPA/EPA/dpa/Peter SteffenHoszti bekam für seine „doofe“ Aktion die Rechnung präsentiert

Ähnliche Situation wie im Prater

Arnautovic, der nach dem Länderspiel im Happel-Stadion gegen Deutschland (1:2) auch am Samstag eine starke Vorstellung ablieferte, hatte in der 86. Minute den Sieg am Fuß, scheiterte aber an Goalie Ron-Robert Zieler, der schon zweimal das Tor der deutschen Nationalmannschaft hütete. Zuvor waren zwei Treffer der Bremer nicht anerkannt worden - eines davon wahrscheinlich zu Unrecht.

„Hannover kann sich bei seinem Torwart bedanken, er hat die 96er im Spiel gehalten. Deshalb stehen wir am Ende mit leeren Händen da“, sagte Arnautovic, spuckte für das zweite Derby der Saison Anfang Februar aber bereits große Töne. „Hannover hat zwar gewonnen, aber wenn die zu uns kommen, dann wird es ganz anders ausgehen“, versprach der 23-Jährige mit einem Schmunzeln. „Wenn ich mich dann auch noch für meinen Aufwand mit einem Tor belohne, dann wird es schrecklich für den Gegner.“

Der Wiener scheint sich seinen Humor bewahrt zu haben, obwohl er nach seiner vergebenen Ausgleichschance im Spiel gegen Deutschland am Dienstag im Prater noch am Boden zerstört gewesen war. Teamkollege Sebastian Prödl fehlte den Bremern nach der Länderspielpause wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel. Auch Zlatko Junuzovic spürte die Partie in Wien. Der Spielmacher wurde wegen der Folgen einer Verkühlung erst in der 60. Minute eingewechselt.

Deutsche Bundesliga

34. und letzte Runde

Samstag, 18. Mai:
Mönchengladbach Bayern München 3:4
Dortmund Hoffenheim 1:2
Hamburger SV Leverkusen 0:1
Freiburg Schalke 1:2
Frankfurt Wolfsburg 2:2
Stuttgart Mainz 2:2
Nürnberg Bremen 3:2
Hannover Düsseldorf 3:0
Augsburg Greuther Fürth 3:1

Abschlusstabelle 2012/13

1. FC Bayern München * 34 29 4 1 98:18 91
2. Borussia Dortmund 34 19 9 6 81:42 66
3. Bayer 04 Leverkusen 34 19 8 7 65:39 65
4. FC Schalke 04 34 16 7 11 58:50 55
5. SC Freiburg 34 14 9 11 45:40 51
6. Eintracht Frankfurt 34 14 9 11 49:46 51
7. Hamburger SV 34 14 6 14 42:53 48
8. Borussia Mönchengladbach 34 12 11 11 45:49 47
9. Hannover 96 34 13 6 15 60:62 45
10. 1. FC Nürnberg 34 11 11 12 39:47 44
11. VfL Wolfsburg 34 10 13 11 47:52 43
12. VfB Stuttgart 34 12 7 15 37:55 43
13. 1. FSV Mainz 05 34 10 12 12 42:44 42
14. Werder Bremen 34 8 10 16 50:66 34
15. FC Augsburg 34 8 9 17 33:51 33
16. 1899 Hoffenheim ** 34 8 7 19 42:67 31
17. Fortuna Düsseldorf *** 34 7 9 18 39:57 30
18. SpVgg Greuther Fürth *** 34 4 9 21 26:60 21

* Meister
** Relegation
*** Absteiger

CL-Teilnehmer 2013/14: Bayern, Dortmund, Leverkusen
CL-Qualifikation: Schalke
EL-Qualifikation: Freiburg, Frankfurt, Stuttgart (Finalist DFB-Pokal)

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Publiziert am 17.09.2012