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Starkes WM-Debüt von Ritter
Arndt triumphierte am Dienstag überlegen vor der US-Amerikanerin Evelyn Stevens und der Neuseeländerin Linda Villumsen. Beide lagen nach 24,3 km mehr als eine halbe Minute hinter der Deutschen, die sich bei den Olympischen Spielen in London der mittlerweile zurückgetretenen US-Amerikanerin Kristin Armstrong geschlagen geben musste.
Arndt zieht Schlussstrich
Arndt hatte 2004 bereits WM-Gold im Straßenrennen gewonnen, insgesamt hält die Olympiazweite von London nun bei sieben WM-Medaillen - vier davon in Gold. „Ich einer Woche bin ich ein anderer Mensch. Ich will kein Drama machen - es wird kein Abschiedsrennen geben. Ich hatte keine Lust mehr auf diesen Druck. Ich wollte mich nicht mehr jeden Tag quälen“, sagte Arndt, die in ihrem letzten WM-Zeitfahren bei jeder Zwischenzeit voran lag.

dapd/Patrick Sinkel
Judith Arndt beendete ihr letztes Zeitfahren als Weltmeisterin
Ritter dagegen arbeitete sich kontinuierlich nach vorne und lag am Ende nur eine Minute hinter Rang zehn. „Sie ist ein tolles Rennen gefahren“, meinte ÖRV-Damen-Trainer Klaus Kabasser. Die 29-jährige Linzerin war mit ihrer Leistung ebenfalls zufrieden. „Ich habe mich noch nie so ausgegeben und freue mich voll über diesen 23. Platz“, sagte Ritter, für die am Samstag noch das Straßenrennen auf dem Programm steht.
ÖRV-Meister Zoidl gefordert
Im Zeitfahren der Herren misst sich ÖRV-Meister Riccardo Zoidl am Mittwoch mit den Spezialisten. Dem Oberösterreicher sollte die kurvige und kupierte 45,7-km-Strecke in der Provinz Limburg entgegenkommen, der 24-Jährige will den Rückstand so gut es geht in Grenzen halten. „Für Riccardo wird es eine erste internationale Standortbestimmung in dieser Disziplin. Für ihn ist das Rennen sehr wichtig. Da sieht er, wo er ungefähr liegt“, sagte Herren-Trainer Franz Hartl.
Als klarer Favorit gilt in Abwesenheit der Olympiasieger Bradley Wiggins (GBR/2012) und Fabian Cancellara (SUI/2008) der deutsche Titelverteidiger Tony Martin.
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Publiziert am 18.09.2012