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Aufsteiger prolongiert Sensationslauf

Vier Spiele, vier Siege: Eintracht Frankfurt hat mit einem 2:1-Sieg beim 1. FC Nürnberg seinen Sensationsstart in die deutsche Bundesliga prolongiert. Der Aufsteiger liegt damit weiter punktgleich mit dem ebenfalls noch makellosen Bayern München an der Tabellenspitze. Einen großen Anteil am Freitagabend hatte dabei Erwin Hoffer, der den Führungstreffer für die Hessen erzielte.

Der ÖFB-Teamstürmer traf nur wenige Augenblicke nach seiner frühen Einwechslung zum 1:0. Hoffer profitierte von einer Zerrung des kanadischen Stürmers Olivier Occean. Der 25-jährige Niederösterreicher kam in der 21. Minute aufs Feld und traf schon vier Minuten später aus zehn Metern aus der Drehung mit seiner erst zweiten Ballberührung ins lange Eck. Es war der erste Saisontreffer von Hoffer, der bis zur 86. Minute im Einsatz war, in seinem zweiten Saisoneinsatz.

Für die Vorentscheidung sorgte dann der Japaner Takashi Inui, der in der 60. Minute das 2:0 erzielte. Für die Nürnberger kam der Treffer von Sebastian Polter (76.) zu spät. Damit feiert Frankfurt den besten Saisonstart in der Vereinsgeschichte und holte als erster Aufsteiger in der 50-jährigen Bundesliga-Geschichte vier Auftaktsiege. Letztmals nach einem Spieltag standen die Frankfurter übrigens vor 13 Jahren an der Tabellenspitze.

Torjubel von Erwin Hoffer (Frankfurt)dapd/Michael WillHoffer wurde seiner Rolle als früher „Joker“ nach wenigen Minuten gerecht

Klassenerhalt bleibt Frankfurts Saisonziel

Frankfurt lieferte eine sehr starke Leistung ab, hatte am Ende aber auch das Glück des Tüchtigen. Nach einer Ecke klärte Sebastian Jung auf der Linie für seinen schon geschlagenen Goalie. Kurz vor Schluss vergab Polter noch eine hundertprozentige Chance auf den Ausgleich. Die Gastgeber warten damit seit fünf Monaten auf einen Heimsieg. Nürnbergs Trainer Dieter Hecking hatte trotzdem Lob für den Gegner: „Frankfurt hat das sehr gut gemacht.“

Frankfurt-Coach Armin Veh blieb indes trotz des Erfolges auf dem Boden und gab weiter den Klassenerhalt als Mission aus. „Wir dürfen uns freuen, weil wir unserem Ziel näher gekommen sind“, sagte Veh. Auch die Ausfälle von Occean und Kapitän Pirmin Schwegler, der ebenfalls schon in der ersten Hälfte mit einer Platzwunde am Kopf ausgewechselt werden musste, konnten Frankfurt nicht stoppen. „Wir haben zwei Nackenschläge hinnehmen müssen, und trotzdem richtig gut gespielt“, freute sich Veh.

Deutsche Bundesliga

4. Runde

Freitag, 21. September:
Nürnberg Frankfurt 1:2
Samstag, 22. September:
Schalke Bayern München 0:2
Hamburger SV Dortmund 3:2
Mainz Augsburg 2:0
Düsseldorf Freiburg 0:0
Wolfsburg Greuther Fürth 1:1
Sonntag, 23. September:
Leverkusen Mönchengladbach 1:1
Bremen Stuttgart 2:2
Hoffenheim Hannover 3:1

Abschlusstabelle 2012/13

1. FC Bayern München * 34 29 4 1 98:18 91
2. Borussia Dortmund 34 19 9 6 81:42 66
3. Bayer 04 Leverkusen 34 19 8 7 65:39 65
4. FC Schalke 04 34 16 7 11 58:50 55
5. SC Freiburg 34 14 9 11 45:40 51
6. Eintracht Frankfurt 34 14 9 11 49:46 51
7. Hamburger SV 34 14 6 14 42:53 48
8. Borussia Mönchengladbach 34 12 11 11 45:49 47
9. Hannover 96 34 13 6 15 60:62 45
10. 1. FC Nürnberg 34 11 11 12 39:47 44
11. VfL Wolfsburg 34 10 13 11 47:52 43
12. VfB Stuttgart 34 12 7 15 37:55 43
13. 1. FSV Mainz 05 34 10 12 12 42:44 42
14. Werder Bremen 34 8 10 16 50:66 34
15. FC Augsburg 34 8 9 17 33:51 33
16. 1899 Hoffenheim ** 34 8 7 19 42:67 31
17. Fortuna Düsseldorf *** 34 7 9 18 39:57 30
18. SpVgg Greuther Fürth *** 34 4 9 21 26:60 21

* Meister
** Relegation
*** Absteiger

CL-Teilnehmer 2013/14: Bayern, Dortmund, Leverkusen
CL-Qualifikation: Schalke
EL-Qualifikation: Freiburg, Frankfurt, Stuttgart (Finalist DFB-Pokal)

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Publiziert am 23.09.2012