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Grazer Siegesserie gerissen
Kapitän Manuel Weber hatte die feldüberlegenen, aber offensiv stumpfen „Blackys“ in der 57. Minute in Führung gebracht, Peter Hlinka gelang nach einem Patzer von Sturm-Goalie Christian Gratzei aber noch der Ausgleich (71.). Wiener Neustadt baute den Vorsprung auf Schlusslicht Wacker Innsbruck auf zwei Zähler aus. Rund 250 angereiste Sturm-Fans erlebten eine mäßige und chancenarme erste Hälfte, in der die Steirer feldüberlegen waren.
APA/EXPAGratzeis Patzer führte zum 1:1, später rettete er Sturm aber noch den PunktWiener Neustadts Goalie Jörg Siebenhandl hatte allerdings wenig zu tun, einer der zahlreichen Weitschüsse von Florian Kainz (20.) und ein Versuch von Richard Sukuta-Pasu (33.) aus Kurzdistanz blieben die besten Möglichkeiten der Gäste. Kurz vor der Pause ließ Sukuta-Pasu dann bei einem Pass auf seinen Angriffskollegen Imre Szabics die Präzision vermissen, der Ungar kam vor leerem Tor nicht mehr zum Ball.
Wr. Neustadt lauert auf Konter
Die Hausherren präsentierten sich eine Woche nach dem 0:6-Debakel gegen den RZ Pellets WAC in der Defensive organisiert wie konzentriert und lauerten wie erwartet auf Konter. Kurz nach Anpfiff verpasste Daniel Wolf (3.) aus vollem Lauf per Kopf nur knapp den Kasten von Gratzei, in der 36. Minute ließ man dann die Chance eines Freistoßes aus 15 Metern fast fahrlässig ungenützt.
Auch nach dem Seitenwechsel hatte der SC die erste Gelegenheit, Gratzei musste bei einem Weitschuss von Christoph Martschinko (55.) eingreifen. In Führung gingen aber die Grazer: Siebenhandl faustete einen Eckball zwar weit weg, hatte aber das Pech, dass ihm Weber (57.) mit einem erbarmungslosen Halbvolley aus gut 20 Metern ins rechte Eck keine Chance ließ. Doch die mangelnde Durchschlagskraft in Verbund mit einem schweren Patzer Gratzeis bescherte dem SC noch einen Punkt.
Gratzei bügelt Patzer in Schlussphase aus
Einen Eckball des kurz zuvor eingewechselten Daniel Offenbacher ließ der Schlussmann entgleiten, Hlinka (71.) musste nur noch abstauben. Wiener Neustadt hatte im Finish sogar noch die Chance auf den Sieg. Günter Friesenbichler (79.) brachte allein vor dem Tor aber eine weite Vorlage nicht mehr unter Kontrolle, kurz darauf parierte Gratzei dann einen Kopfball Friesenbichlers und den Nachschuss von Dennis Mimm in extremis.
Stimmen zum Spiel:
Heimo Pfeifenberger (Wr.-Neustadt-Trainer): „Das war heute die richtige Antwort auf das Debakel in Wolfsberg. Der Punkt tut uns sehr gut. Sturm war zwar spielbestimmend, aber die Mannschaft hat sich heute sehr gut geschlagen. Wir haben sehr wenig zugelassen und hätten am Schluss sogar fast gewinnen können.“
Peter Hyballa (Sturm-Trainer): „Natürlich ist die Enttäuschung groß. Wir hatten vor der Pause zwar viel Ballbesitz, haben aber die Lücke nicht gefunden. Natürlich war der Tormannfehler da, aber das kann passieren. Er hat dann ja auch noch zweimal pariert. Es ist eben schwierig, gegen ein Bollwerk zu spielen. Bei allem Respekt vor dem Gegner, aber hier müssen wir gewinnen.“
Tipp3-Bundesliga, neunte Runde
Samstag:
Wiener Neustadt - Sturm 1:1 (0:0)
Stadion Wr. Neustadt, 2.650 Zuschauer, SR Ouschan
Torfolge:
0:1 M. Weber (57.)
1:1 Hlinka (71.)
Wr. Neustadt: Siebenhandl - Mimm, Maak, M. Wallner, Lenko - Hlinka, Freitag (69./Offenbacher) - Rakowitz, D. Wolf, Martschinko (90./Pollhammer) - Friesenbichler
Sturm: Gratzei - Hölzl, Dudic, Vujadinovic, Klem - Madl - Bukva, M. Weber, F. Kainz (63./Bodul) - Szabics (79./Okotie), Sukuta-Pasu
Gelbe Karten: Mimm, Hlinka bzw. Szabics, Vujadinovic
Die Besten: Maak, Hlinka, Madl bzw. Bukva, Szabics, M. Weber
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Publiziert am 23.09.2012