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Unglückliche Heimpleite für Schlusslicht
Allerdings war die Heimpleite der Innsbrucker vermeidbar, lautete doch die Torschussbilanz nach der Partie 31:8 für die Tiroler. Der Aufsteiger darf sich hingegen allmählich nach oben orientieren, ist jetzt schon vier Runden ungeschlagen und feierte dabei gleich drei Siege. Der Vorsprung der Kärntner auf das Schlusslicht beträgt dank des Treffers von Christian Falk (23.) und einer starken Leistung von Goalie Christian Dobnik schon zehn Punkte.
GEPA/Andreas PranterRoman Wallner hat seine Qualitäten schon effizienter unter Beweis gestelltDie Hausherren waren nach dem 6:0 gegen Wiener Neustadt, dem höchsten Sieg der Vereinsgeschichte, mit viel Selbstvertrauen ausgestattet. Das wurde auch gleich in der ersten Aktion im Tivoli-Stadion deutlich, ein Fallrückzieher von Jacobo ging am Tor vorbei. Die Aktion hatten die Tiroler Fans der Nordtribüne noch nicht gesehen, waren sie aus Protest doch erst nach zehn Minuten im Stadion erschienen.
WAC schlägt eiskalt zu
Die Tiroler hielten die Partie offen, hatten in der ersten Hälfte zum Teil auch mehr vom Spiel, leisteten sich allerdings wieder einmal eine folgenschwere Unachtsamkeit in der Defensive. Nach einem Liendl-Eckball und einer Baldauf-Kopf-Verlängerung nahm sich Falk den Ball herunter und traf aus kurzer Distanz souverän zum 1:0 (23.). Für den WAC-Stürmer war es Saisontreffer Nummer vier.
Mit Ausnahme eines von Szabolcs Safar zur Ecke abgewehrten De-Paula-Schusses (26.) war von den Kärntnern aber nichts zu sehen, sie schienen sich mit der Führung zu begnügen. Den Tirolern fehlte es an der nötigen Effizienz. Dobnik konnte sich bei einem Merino-Freistoß auszeichnen (33.), ein Schuss des bemühten Roman Wallner wurde abgeblockt (36.). Zudem rettete Christian Thonhofer unmittelbar vor dem Pausenpfiff bei einem Kofler-Volleyschuss auf der Linie.
Wallner wird zum Chancentod
Nach der Pause kamen die Tiroler mit deutlich mehr Elan aus der Kabine, die Kärntner wurden zum Teil in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Dobnik entschärfte einen Wallner-Kopfball (46.), zudem schoss Christopher Wernitznig aus 14 Metern hauchdünn am Tor vorbei (61.). In der Schlussphase hätte dann alleine Wallner ein Dutzend Mal für den Ausgleich sorgen können - oder auch müssen.
Bei der besten Aktion konnte sich Dobnik bei einem tollen Fallrückzieher des Wacker-Stürmers auszeichnen (87.), der Goalie der Kärntner hielt auch noch in der 95. Minute bei einem Wallner-Versuch den Sieg fest. Immerhin blieben die Fans nach der neuerlichen Pleite ruhig, ein im Internet angekündigter Platzsturm fand nicht statt. Der Rückstand auf den Vorletzten Wiener Neustadt beträgt jetzt zwei Punkte, da die Niederösterreicher zu Hause gegen Sturm Graz ein 1:1 holten.
Stimmen zum Spiel:
Walter Kogler (Innsbruck-Trainer): „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Es gibt eigentlich nur eine einzige Situation, die nicht gut war, wo die Mannschaft ungeschickt agiert hat, und auch der ist eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters vorausgegangen. Die Reaktion von uns auf die letzten Spiele war richtig, aus solchen Spielen kann man Kraft schöpfen. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in den drei Jahren seit dem Wiederaufstieg einen Gegner so dominiert haben, das war fantastisch.“
Nenad Bjelica (WAC-Trainer): „Wir haben heute richtig Glück gehabt, aber so ist es im Fußball. In den ersten Runden hatten wir ja auch Pech. Wir haben uns heute auf einen tollen Tormann verlassen können, aber wir wissen auch, wenn wir bestehen wollen, müssen wir uns in den nächsten Runden spielerisch steigern.“
Tipp3-Bundesliga, neunte Runde
Samstag:
Innsbruck - WAC 0:1 (0:1)
Tivoli Stadion Tirol, 3.800 Zuschauer, SR Drachta
Tor: Falk (23.)
Wacker: Safar - Dakovic, Kofler, Svejnoha, Hauser - Abraham - Bergmann (84./Saurer), Schreter (57./Fernandes), Merino, Wernitznig (71./Perstaller) - Wallner
WAC: Dobnik - Thonhofer, Jovanovic, Sollbauer, Baldauf - De Paula (84./Kerhe), Liendl, Polverino, Jacobo (75./Solano) - Falk (57./Zakany), Topcagic
Gelbe Karten: Abraham bzw. Thonhofer, Sollbauer, Kerhe
Die Besten: Wallner, Kofler bzw. Dobnik, Thonhofer
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Publiziert am 23.09.2012