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Sieg im Stechen dank schnellster Zeit
Am Ende gewann Leprevost 1,51 Sekunden vor der Deutschen Meredith Michaels-Beerbaum und 2,93 vor dem Olympiazweiten Gerco Schröder (NED) und sicherte sich damit den Siegerscheck über 100.000 Euro. „Hier drei fehlerfreie Runden zu schaffen, war wirklich schwierig. Ich hatte einen kleinen Vorteil, weil ich als Letzte im Stechen geritten bin“, erklärte Leprevost nach ihrem bisher größten Sieg auf der Global Champions Tour.
APA/Andreas PessenlehnerLeprevost und Mylord Carthago waren am Ende für die Konkurrenz zu starkTops-Alexander weiter Gesamtführende
Edwina Tops-Alexander verzeichnete in dem enorm stark besetzten Feld mit Olympiasiegern, Welt- und Europameistern auf Itot du Chateau zwei Abwürfe und belegte Rang 24. Die Australierin führt aber weiter die Gesamtwertung in der 2011 von ihr gewonnenen Serie vor dem Finale im November in Abu Dhabi gemeinsam mit dem Schweden Rolf-Göran Bengtsson an. Der Weltranglistenerste belegte mit Carusso la Silla nach zwei Fehlern im zweiten Umlauf den elften Rang.
Bei Punktegleichheit würde Tops-Alexander am Saisonende den Gesamtsieg holen, weil sie im Gegensatz zu Bengtsson einen Saisonsieg aufweist. „Ich habe schon gerechnet, es könnte nicht spannender sein“, sagte die Gattin des Tour-Gründers Jan Tops. Den Wiener Veranstaltern streute sie jedenfalls Rosen. „Wien bringt einen unglaublichen, neuen Aspekt zu unserer Tour“, sagte Tops-Alexander.
Eder bester Österreicher
Von den vier Österreichern schlugen sich vor knapp 4.000 Zuschauern Stefan Eder und sein Hengst Chilli van Dijk am besten. Das Paar, das als erstes in den Parcours musste, verzeichnete in der Dreierkombination aber zwei Abwürfe und musste sich mit einem zusätzlichen Zeitfehlerpunkt mit dem 29. Platz begnügen.
„Da ist man der Testpilot. Leider habe ich eine Fehlentscheidung getroffen und bin mit sechs statt sieben Galoppsprüngen zur Kombination geritten“, sagte der 31-Jährige. „Aber Chilli ist sehr gut gesprungen, der Parcours war wirklich schwierig, wie man an der geringen Zahl von Null-Fehler-Ritten sieht.“ Es sei schade um diese zwei Fehler, meinte auch Eders Trainer, Thomas Frühmann: „Denn Chilli war heute richtig gut.“
Olympiasieger kritisiert Platzmangel
Gerfried Puck und Stefanie Bistan klassierten sich in der enorm schwierigen Prüfung - in der im ersten Umlauf nur sechs von 46 Reiter ohne Fehlerpunkt blieben - mit je 16 Punkten auf den Rängen 37 und 38, Astrid Kneifel gab ebenso auf wie u. a. Olympiasieger Steve Guerdat, der nach mehreren Abwürfen mit seinem Carpalo aufgab.
Der 30-jährige Weltranglistendritte war schon nach dem Einspringen verärgert gewesen. Das habe auf dem viel zu engen Platz nicht geklappt, weil sein Wallach Angst vor anderen Pferden habe, kritisierte der Schweizer. Mitorganisator Frühmann ließ das nicht gelten. „Der Abreiteplatz passt, der ist groß genug.“
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Publiziert am 22.09.2012