Dopingsünder Fazekas entgeht lebenslanger Sperre

Der ungarische Diskuswerfer Robert Fazekas ist trotz seines zweiten schweren Dopingvergehens einer lebenslangen Sperre entgangen.

Der nach seinem Olympiasieg 2004 wegen der Manipulation eines Dopingtests für zwei Jahre ausgeschlossene Ex-Europameister hatte im Juni einen positiven Test auf das anabole Steroid Stanozolol abgegeben und deshalb bei den Olympischen Spielen in London gefehlt. Der 37-Jährige wurde vom ungarischen Verband für acht Jahre gesperrt. Gegen Wiederholungstäter können auch lebenslange Sperren ausgesprochen werden.

Doping mit „ungarischer Arschrinne“

Fazekas hatte laut dem deutschen Dopingjäger Werner Franke jahrelang mit der „ungarischen Arschrinne“ Dopingtests manipuliert.

Dabei wird ein Plastikschlauch, in dem sich sauberer Urin befindet, in den After eingeführt und dann unter der Peniswurzel befestigt. Durch entsprechendes Zusammendrücken der Pobacken rinnt dann der saubere Urin beim Dopingtest in den Becher. Auch Fazekas’ Landsmann Adrian Annus, dem ebenfalls der Hammerwurf-Olympiasieg 2004 in Athen aberkannt wurde, hat laut Franke diese Methode angewandt.

Publiziert am 28.09.2012