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Viel Arbeit für Stöger

Mit dem völlig verpatzten Heim-Doppelpack gegen Meister Salzburg (0:1) und Aufsteiger Wolfsberger AC (1:1) hat die Austria ihren Vorsprung in der tipp3-Bundesliga verspielt. Neuer Tabellenführer ist ausgerechnet Erzrivale Rapid. Während die Hütteldorfer ihre Pflichtaufgabe bei Wacker Innsbruck souverän erfüllten, musste die Austria gegen Wolfsberg sogar um einen Punkt hart kämpfen.

Kapitän Manuel Ortlechner fand nach dem Verlust der Tabellenführung an den Lokalrivalen aus Hütteldorf deutliche Worte: „In der Phase unserer Siegesserie sind im Training die Fetzen geflogen. Jetzt ist im Training nicht mehr dieser Punch da. Die Spiele sind jetzt ein Spiegelbild. Fußball ist Leidenschaft, und das jeden Tag.“

Austria-Motor stottert

Die Leidenschaft hat der Austria gegen den WAC vor der Pause gefehlt, da waren die selbstbewussten und offensiv ausgerichteten Kärntner tonangebend. In den zweiten 45 Minuten legten die Wiener zwar einen Gang zu, doch unterm Strich musste Trainer Peter Stöger gestehen: „Der WAC hat sich das Unentschieden verdient.“ Stöger will nun mit seinen Kickern natürlich so schnell wie möglich zurück in die Erfolgsspur.

Austria-Trainer Peter StögerGEPA/Christian OrtPeter Stöger stand auch schon einmal entspannter an der Seitenlinie

„Die Leichtigkeit des Erfolgs kommt nicht von allein, die muss man sich mit großem Aufwand zurückholen. Wir werden weiter permanent an dem arbeiten, was uns so stark gemacht hat“, kündigte Stöger an. Gebetsmühlenartig wiederholt der Wiener seit seinem Amtsantritt: „In dieser Liga werden wir uns jeden einzelnen Sieg hart erarbeiten müssen.“ Den Eindruck Ortlechners, dass es im Training zuletzt nicht mehr so intensiv zur Sache ging, teilte Stöger aber nicht: „Hätte ich den Eindruck, dass sie spazieren gehen, würde ich etwas unternehmen.“

Magere Heimbilanz

Hoffnung gibt kurioserweise auch ein Blick auf das kommende Programm in der Bundesliga. Denn am kommenden Sonntag „darf“ die Austria gegen Sturm Graz auswärts antreten. Die heimische Generali Arena ist bis dato bei zwei Siegen, einem Remis, zwei Niederlagen und 4:3 Toren alles andere als eine Festung. Auswärts hat die Austria hingegen mit fünf Siegen in fünf Versuchen und 11:2 Toren eine blitzsaubere Bilanz.

Aufsteiger WAC präsentiert sich weiter gut in Fahrt, die Kärntner sind seit 18. August mittlerweile fünf Runden unbesiegt. „Wir treten positiv frech auf. Wir glauben in jedem Spiel an unsere Chance und wehren uns mit unseren Mitteln: viel Herz und viel Leidenschaft“, betonte Trainer Nenad Bjelica. Die Gründe für den Erfolgslauf sind für Tormann Christian Dobnik rasch genannt: „Wir arbeiten jeden Tag sehr hart und sehr gut. Wer rastet, der rostet. Wir treten aggressiv auf und fighten, vergessen aber auch nicht aufs Fußballspielen.“

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Publiziert am 01.10.2012