Ex-Profi Landis wegen Beleidigung verurteilt
Ein Schweizer Gericht hat dem überführten und später geständigen Dopingsünder Floyd Landis verboten, seine Vorwürfe gegen den Radsport-Weltverband (UCI) zu wiederholen. Der US-Amerikaner, dem der Tour-de-France-Sieg 2006 wegen Dopings aberkannt worden war, muss UCI-Präsident Pat McQuaid und dessen Vorgänger Hein Verbruggen wegen Beleidigung jeweils 10.000 Schweizer Franken (8.263 Euro) Schmerzensgeld zahlen.
Das Gericht in Vevey verbot Landis außerdem, die beiden Funktionäre weiterhin als „Terroristen“, „Idioten“, „Clowns“ oder „Lügner“ zu bezeichnen - oder sie mit dem ehemaligen libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi zu vergleichen. Landis hatte im Frühjahr 2011 ein Dopinggeständnis abgelegt, seinen ehemaligen Teamkapitän Lance Armstrong massiv belastet und auch die beiden UCI-Funktionäre attackiert. Der US-Amerikaner warf den Verbandsbossen unter anderem vor, eine positive Dopingprobe Armstrongs von der Tour de Suisse 2001 verschleiert zu haben.
Die UCI räumte zwar ein, von Armstrong 100.000 US-Dollar (77.340 Euro) für den Anti-Doping-Kampf erhalten zu haben. Diese hätten aber nichts mit dessen Weißwaschung zu tun.
Publiziert am 03.10.2012