Saftige Geldstrafen für NBA-„Schauspieler“
Die National Basketball Association (NBA) geht gegen die „Schauspieler“ in ihrem Sport mit einem neuen Reglement vor. In Zukunft werden Spieler, die ein Foul vortäuschen, ordentlich zur Kasse gebeten: Das erste Vergehen wird mit einer Strafe von 5.000 Dollar (3.875 Euro) geahndet, diese Summe steigert sich bis zu einem Maximum von 30.000 Dollar (23.250 Euro) beim fünften Verstoß.
Zudem gibt es Überlegungen, ob die Akteure bei einer weiteren Verfehlung gesperrt werden. „Schauspielerei hat in unserem Sport nichts zu suchen“, so Stu Jackson, einer der NBA-Vizepräsidenten, am Mittwoch.
Spielervertreter protestieren
Die Spielervereinigung NBPA legte gegen diese neue Regelung sofort Protest ein, weil sie bei solchen Geldstrafen für disziplinäre Verstöße erst ihre Zustimmung geben müsse.
„Der NBA ist es nicht gestattet, einseitig solche Disziplinarmaßnahmen einzuführen, ohne vorher darüber mit der Spielergewerkschaft zu verhandeln“, so NBPA-Direktor Billy Hunter in einer Aussendung. „Wir glauben, dass jede Art von Geldstrafe für so ein Vergehen unangebracht ist - nicht nur in unserem Sport, sondern in jeder anderen Sportart auch.“
Publiziert am 04.10.2012