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Rieder Befreiungsschlag in Wolfsberg

Die SV Ried hat den WAC-Erfolgslauf in der tipp3-Bundesliga in herber Manier gestoppt. Nach fünf Spielen ohne Niederlage musste sich der auf die vorderen Ränge schielende Aufsteiger den Innviertlern am Samstag zu Hause überraschend deutlich mit 2:5 (0:1) geschlagen geben. Ried ließ die Kärntner nach dem ersten Dreier seit knapp zwei Monaten in der Tabelle damit hinter sich.

Die Entscheidung in der Lavanttal-Arena fiel zwischen der 50. und 56. Minute, als die Oberösterreicher durch Rene Gartler (50., 56.) und Clemens Walch (54.) drei Treffer erzielten. Marco Meilinger hatte die Rieder in der achten Minute in Führung gebracht, der WAC vergab danach gute Chancen auf den Ausgleich. Markus Hammerer (76.) beendete das Rieder Bestschießen, ehe Ruben Rivera (88.) und Michael Liendl (92.) noch Resultatskosmetik gelang.

Gastgeber für Fehler hart bestraft

Die Heimpleite war für die Wolfsberger in dieser Höhe unverdient. Der Liganeuling wurde für seine Eigenfehler von den Riedern jedoch hart bestraft. Ein schlampiger Pass von De Paula auf Polverino leitete das 0:2 durch Gartler ein. Beim 0:3 ließ sich Torhüter Dobnik von Walch aus spitzem Winkel überraschen, beim vierten Rieder Treffer aus einem perfekt gespielten Konter lieferte Polverino die unfreiwillige Vorlage.

WAC-Tormann Christian DobnikGEPA/Wolfgang JannachWAC-Goalie Dobnik geschlagen

Rieds höchsten Saisonerfolg hatte Meilinger eingeleitet. Die Salzburg-Leihgabe traf in technisch feiner Manier nach Doppelpass mit Walch. Danach übernahmen allerdings die Hausherren das Kommando. Der von Coach Nenad Bjelica in der Erfolgsformation der vergangenen Wochen aufgestellte WAC war vor allem bei Standardsituationen und hohen Bällen gefährlich.

Schlag auf Schlag nach Seitenwechsel

Gegen Topcagic (21.) lieferte Rieds Kapitän und Schlussmann Gebauer eine Glanztat ab, Falk (31.) setzte einen Freistoß von Liendl knapp über das Gehäuse. Ried, wo dem von den Fans angezählten Trainer Heinz Fuchsbichler von Vereinsseite das vollste Vertrauen ausgesprochen wurde, hielt aber mit Einsatz dagegen. In ihrer 3-3-3-1-Formation angetreten, überzeugte vor allem das Flügelspiel der SV.

Nach Wiederanpfiff erwiesen sich die Rieder erbarmungslos. Besonders freuen durfte sich der eingewechselte Hammerer, der nach langer Verletzungspause sein erstes Ligaspiel seit über einem Jahr bestritt - und sogleich traf. Positiv fielen aus Kärntner Sicht zumindest die WAC-Fans auf, die ihre Mannschaft weiter unterstützten. Joker Rivera und Liendl per Freistoß vermieden zumindest noch ein schlimmeres Debakel.

Stimmen zum Spiel

Michael Sollbauer (WAC-Kapitän): „Wenn man sich drei, vier Tore mit Ballverlusten selbst schießt, wird es schwer. In der ersten Spielhälfte hatten wir gute Chancen, da muss man ein Tor machen. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn wir einmal eine Watsch’n bekommen.“

Heinz Fuchsbichler (Ried-Trainer): „Die Mannschaft hat sich den Sieg durch sehr viel Laufarbeit erarbeitet und umgesetzt, was wir unter der Woche trainiert haben. Heute hatten wir auch einen sehr guten Spielverlauf. Wir wussten, die Mannschaft arbeitet gut und erspielt sich Chancen. Heute haben wir schnell getroffen und nach der Pause gleich nachgelegt. Man darf Siege nicht überbewerten und auch nach Niederlagen nicht in Depression verfallen.“

Tipp3-Bundesliga, elfte Runde

Samstag:

WAC - Ried 2:5 (0:1)

Lavanttal-Arena, 5.400 Zuschauer, SR Lechner

Torfolge:
0:1 Meilinger ( 8.)
0:2 Gartler (50.)
0:3 Walch (54.)
0:4 Gartler (56.)
0:5 Hammerer (76.)
1:5 Rivera (88.)
2:5 Liendl (92.)

WAC: Dobnik - Thonhofer (62. Kerhe), Jovanovic, Sollbauer, Baldauf - De Paula, Polverino, Liendl, Jacobo (69. Rivera) - Falk, Topcagic (69. Stückler)

Ried: Gebauer - Ziegl, Reifeltshammer, Riegler - Hinum, Hadzic, Schreiner - Walch (63. Nacho), Zulj (83. Ibrahimovic), Meilinger - Gartler (72. Hammerer)

Gelbe Karten: De Paula, Jovanovic, Jacobo bzw. Hadzic

Die Besten: De Paula, Liendl bzw. Hinum, Gartler, Meilinger, Walch

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Publiziert am 07.10.2012