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Schlusslicht auf verlorenem Posten

Die Admira hat Wacker Innsbruck am Samstag noch tiefer in die Krise gestürzt. Die Südstädter gewannen in der elften Runde der tipp3-Bundesliga-Runde vor eigenem Publikum dank Treffern von Thorsten Schick (11.), Issiaka Ouedraogo (24.), Stefan Schwab (47.) und Marcel Sabitzer (93.) beziehungsweise Daniel Schütz (76.) souverän mit 4:1 (2:0).

Die Admira ist damit bereits fünf Runden unbesiegt und verbesserte sich mit nun 16 Punkten zumindest vorläufig an die vierte Stelle. Das Schlusslicht hingegen hält nur bei drei Punkten und liegt damit weiterhin drei Zähler hinter dem Tabellenneunten SC Wiener Neustadt, der am Sonntag auswärts gegen Rapid antritt.

Innsbruck ab Minute fünf in Unterzahl

Das Unheil nahm für Wacker vor 3.068 Zuschauern schon in der fünften Minute seinen Lauf. Bernhard Schachner zog allein Richtung Tor und wurde dabei von Tomas Abraham vor dem Strafraum zu Fall gebracht - der Kapitän sah für diese Aktion wegen Torraubs die Rote Karte. Sechs Minuten danach folgte schon die nächste kalte Dusche für die Gäste: Andreas Schrott schlug einen 60-Meter-Pass quer über das Spielfeld auf Schick, der aus vollem Lauf volley ins lange Eck traf.

Schiedsrichter Thomas Prammer zeigt dem Innsbrucker Tomas Abraham die Rote Karte

GEPA/Christian Ort

Der Anfang vom Ende: Abraham bekommt die Rote Karte präsentiert

Spätestens ab diesem Zeitpunkt waren die Innsbrucker Hoffnungen auf einen Punkt dahin, fortan verlegte man sich auf Schadensbegrenzung - allerdings mit wenig Erfolg. In der 24. Minute verabsäumte es Goalie Szabolcs Safar, eine Hereingabe von Stephan Palla wegzuschlagen. Ouedraogo bedankte sich und schob den Ball ins leere Tor. Immerhin machte der Schlussmann seinen Patzer bei Distanzschüssen von Schachner (40.) und Sabitzer (41.) wieder halbwegs gut.

Wacker bricht immerhin Torsperre

Bald nach der Pause war Safar aber neuerlich geschlagen, als er bei einem Kopfball von Schwab nach Freistoßflanke von Schick das Nachsehen hatte. In der Folge schaltete die Admira einen Gang zurück und spielte keine zwingenden Chancen mehr heraus, bis Sabitzer in der 93. Minute aus einem Konter das vierte und letzte Tor der Niederösterreicher schoss.

Davor hatte Roman Wallner in der 68. Minute mit einem Freistoß die Latte getroffen und in der 76. Minute das Ehrentor durch den eingewechselten Schütz mustergültig vorbereitet. Damit erzielte Wacker den ersten Auswärtstreffer in dieser Saison und beendete nach 560 Bundesliga-Minuten die Torsperre. Ansonsten gab es bei den Innsbruckern keinen Grund zur Freude, schließlich wurden die jüngsten sieben Meisterschaftsspiele allesamt verloren.

Stimmen zum Spiel:

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): „Der Ausschluss war sicher nicht ungünstig für uns. Unabhängig davon haben wir aber eine tolle Leistung geboten - und vor allem vor der Pause viele Chancen herausgearbeitet. Nach der Pause waren wir zu behäbig, die Laufbereitschaft war nicht mehr so da. Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden.“

Walter Kogler (Wacker-Innsbruck-Trainer): „Der schnelle Ausschluss hat uns wehgetan. Trotz Unterzahl hätten wir uns vor den ersten beiden Toren aber nicht so schlecht verhalten dürfen. Wir waren zu passiv und zu verhalten, was aber nach den vielen negativen Erlebnissen auch nicht verwunderlich ist. Wir müssen in der Defensive besser werden, und die Moral muss hoch bleiben. Roman Wallner hat für mich eine beeindruckende Leistung abgeliefert, so wie er gearbeitet hat. Da können sich etliche andere eine große Scheibe abschneiden.“

Szabolcs Safar (Wacker-Innsbruck-Tormann): „Ich habe schon gewusst, dass es heuer schwieriger wird als letzte Saison, aber so schlimm habe ich es nicht erwartet.“

Tipp3-Bundesliga, elfte Runde

Samstag:

Admira - Innsbruck 4:1 (2:0)

Bundesstadion Südstadt, 3.068 Zuschauer, SR Prammer

Torfolge:
1:0 Schick (11.)
2:0 Ouedraogo (24.)
3:0 Schwab (47.)
3:1 Schütz (76.)
4:1 Sabitzer (93.)

Admira: Tischler - Plassnegger, P. Pöllhuber, Schrott (76. Windbichler), Palla - Schachner (67. R. Schicker), Thürauer - Schick, Schwab, Sabitzer - Ouedraogo (63. Jezek)

Wacker: Safar - Dakovic, Kofler, Svejnoha, Hauser - Abraham - Bergmann (65. Schütz), Merino, Saurer (87. Perstaller), Schreter (15. Piesinger) - R. Wallner

Rote Karte: Abraham (5./Torraub)

Gelbe Karten: Schwab bzw. Merino, Kofler

Die Besten: Thürauer, Schrott, Schwab, Ouedraogo, Schick bzw. Wallner

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