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„Unwahrheiten unter der Gürtellinie“
„Gehe ich einen schweren Weg, wie ihn der VfB Stuttgart gehen muss, mit? Oder sage ich: am Arsch geleckt“, polterte der 46-Jährige mit immer lauter werdender und am Ende fast brüchiger Stimme.
Reuters/Thomas BohlenDer Stuttgart-Trainer hatte die Nase voll„Bruno raus“-Rufe
Anlass für den Auftritt war auch der Austausch des österreichischen Talents Raphael Holzhauser in der 77. Minute. Für den 19-Jährigen, der offenbar angeschlagen war, kam der von den Fans ungeliebte Zdravko Kuzmanovic. Daraufhin ertönten „Bruno raus“-Rufe.
„Raphael Holzhauser wäre nicht mehr hier im Verein, wenn ich vor ein paar Wochen nicht das Veto gegen eine Ausleihe eingelegt hätte“, sagte Labbadia danach. Der „schreibenden Zunft“ warf er auch deshalb vor, „absolute Unwahrheiten“ verbreitet zu haben, die „unter der Gürtellinie“ waren. Die Zuschauer seien gegen ihn aufgewiegelt worden.
Labbadia hatte den VfB Ende 2010 als Tabellenvorletzter übernommen. Er rettete den Club vor dem Abstieg und führte ihn im Mai dieses Jahres in die Europa League. VfB-Sportdirektor Fredi Bobic stellte sich hinter den Coach: „Es ist das gute Recht des Trainers, sich so zu äußern. Man darf auch mal aufbrausend sein.“
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Publiziert am 08.10.2012