Cole darf trotz Entgleisung auf Teamberufung hoffen
Nach einer Entschuldigung für seine Twitter-Entgleisung darf der englische Profi Ashley Cole auf eine Fortsetzung seiner Nationalmannschaftskarriere hoffen. Der 31-jährige Außenverteidiger vom FC Chelsea stehe für die kommenden Spiele in der WM-Qualifikation zur Wahl, sagte Verbandspräsident David Bernstein am Dienstag im BBC Radio.
„Er hat sich sofort am Freitag entschuldigt und kam vergangenen Abend, um sich persönlich zu entschuldigen. Er hat wirkliche Reue gezeigt.“ Nun liege es an Trainer Roy Hodgson, ob Cole in den Spielen gegen San Marino am Freitag und in Polen am kommenden Dienstag spielen werde. Der englische Verband FA hatte am Montag gegen den 98-maligen Nationalspieler wegen eines „unangemessenen“ Eintrags beim Kurznachrichtendienst Anklage erhoben, weil er den Fußball „in Misskredit“ gebracht habe.
Cole hat bis Donnerstagnachmittag Zeit, auf die Anschuldigungen zu reagieren. Am Freitag hatte er die FA-Verantwortlichen via Twitter als „bunch of twats“ bezeichnet. „Twats“ kann als „Deppen“ übersetzt werden, aber auch als Begriff übler Vulgärsprache. Dies war eine Reaktion auf die Bestrafung von Chelseas Kapitän John Terry. Cole war in dem Verfahren um Terrys vermeintliche rassistische Beleidigung des Queens-Park-Rangers-Profis Anton Ferdinand als Zeuge aufgetreten. Nach einer Entschuldigung löschte Cole den Eintrag.
Publiziert am 09.10.2012