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Wie im Vorjahr im Achtelfinale
„Ich habe schon einmal in Wimbledon gegen sie gespielt. Das war eine knappe Sache, deshalb war der Respekt nicht so groß. Ich weiß, dass ich das Potenzial habe, und bin immer stärker und stärker geworden. Ich habe keine Fehler gemacht. Der Erfolg ist für mich sehr wichtig, weil ich lange verletzt war“, freute sich Mayr-Achleitner über ihren Sieg.
GEPA/Matthias HauerMayr-Achleitner beeindruckte in ihrer Auftaktpartie mit kraftvollen SchlägenGuter Start für Mayr-Achleitner
Lisicki eröffnete mit einem problemlosen Aufschlaggewinn, danach bekundete Mayr-Achleitner einige Mühe: Sie brachte ihr Service erst nach Abwehr von zwei Breakbällen durch. Davon motiviert, wurde die Tirolerin stärker: Sie gewann drei Games in Folge und zog auf 4:1 davon. Lisicki schien von der Stärke ihrer Gegnerin überrascht.
Doch so schnell wollte sich die Nummer 25 der Welt nicht geschlagen geben: Die Wimbledon-Halbfinalistin des Vorjahres erarbeitete sich einen Breakball, den jedoch Mayr-Achleitner abwehrte. Wenig später durfte die Innsbruckerin, die im Gegensatz zu Lisicki kaum Eigenfehler beging, den vierten Gamegewinn en suite für sich verbuchen.
Jetzt wollte sich Mayr-Achleitner die gebotene Chance nicht mehr nehmen lassen: Sie setzte Lisicki bei deren Aufschlag permanent unter Druck und holte sich mit einem weiteren Break den Satz mit 6:1. Gerade einmal 25 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt, und die mehr als 2.000 Fans witterten eine Überraschung.
Lisicki zu fehleranfällig
Zu Beginn des zweiten Durchgangs hielten beide Damen ihren Aufschlag, doch dann ging es schnell: Im vierten Game sah sich Lisicki einem 0:40-Rückstand gegenüber, und als nach einem Netzangriff von Mayr-Achleitner der Passierball im Netz landete, führte die Österreicherin schon wieder mit 3:1.
Mayr-Achleitner hielt ihren Aufschlag souverän und erhöhte auf 4:1. Der Sieg gegen Lisicki, die das bisher einzige Duell der beiden 2009 in der zweiten Wimbledon-Runde klar für sich entschieden hatte, war für die Linkshänderin nun tatsächlich zum Greifen nah, auch wenn Lisicki ihr Service zum 2:4 halten konnte.
Konsequent zu Ende gespielt
Mayr-Achleitner spielte konsequent weiter, ließ sich von einem aus ihrer Sicht unglücklich versprungenen Ball bei 40/30 nicht aus dem Konzept bringen, erkämpfte einen weiteren Gameball und schrie „Come on!“, als eine Rückhand von Lisicki weit ins Aus segelte. Lisicki gab noch nicht auf und verkürzte zum 3:5.
Nun wurde es ernst für Mayr-Achleitner, und die Nummer 159 der Weltrangliste bewies Nerven: Zunächst vergab sie zwei Mätchballe, doch der dritte Versuch saß, als Lisicki einen scheinbar leichten Volley hinter die Grundlinie setzte. „Ausservieren ist nie einfach. Es war eine heikle Situation, aber ich habe aus der Vergangenheit gelernt“, sagte Mayr-Achleitner.
Chancen auch im Achtelfinale
Im Achtelfinale wartet auf Mayr-Achleitner die Kroatin Martic, gegen die sie eine 2:1-Bilanz aufweist. Das bisher letzte Duell ging im Vorjahr im Achtelfinale von Bad Gastein mit 6:1 6:4 deutlich an die Österreicherin: „Höhe und Sand mag ich natürlich, aber mein Spiel hat sich gedreht, ich spiele gern und viel auf Hardcourt.“
Ihre Gegnerin beschreibt Mayr-Achleitner als „jung und talentiert“ - zu Recht: Die 21-Jährige aus Split war heuer bereits im Finale von Kuala Lumpur, stand im Achtelfinale der French Open und schaltete in Runde eins die starke Rumänin Sorana Cirstea mit 6:4 6:3 aus. „Ich freue mich auf das Spiel“, gab sich Mayr-Achleitner zuversichtlich. Die Partie folgt am Donnerstag als drittes Match nach 14.00 Uhr. ORF Sport + überträgt ab 15.55 Uhr live.
Christoph Lüftl, ORF.at aus Linz
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Publiziert am 11.10.2012