Pevenage: „Wollten Armstrongs Rezept“

Der frühere Jan-Ullrich-Mentor Rudy Pevenage hat nach den Dopingenthüllungen über Lance Armstrong zugegeben, sich wegen der Dominanz des US-Amerikaners selbst zu verbotenen Praktiken bei den Teams Telekom und T-Mobile gezwungen gefühlt zu haben. Gegen das System Armstrong sei man aber nicht angekommen, sagte der Belgier der französischen „Equipe“ am Freitag.

„Wir wollten alle das Rezept, dasselbe wie Armstrong. Wieso sind wohl alle seine Rivalen von damals, Botero, Beloki, Sevilla, Ullrich, Basso, Hamilton, Winokurow, danach gestürzt worden? Sie wollten es so machen wie er, aber hatten nicht die gleichen Mittel und waren vor allem nicht so beschützt.“

Armstrong hatte die Tour de France dreimal vor Ullrich gewonnen. „Heute kann man sagen, dass wir alle die Opfer von Lance Armstrong und (dessen Teamchef, Anm.) Johan Bruyneel waren“, meinte Pevenage, der nach dem Dopingskandal 2006 aus dem Radsport verbannt worden war.

Ullrich war im Frühjahr vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) wegen Dopings verurteilt worden und hatte daraufhin Kontakte zum Skandalarzt Eufemiano Fuentes zugegeben.

Publiziert am 12.10.2012