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Defensive gut, Offensive schwach

Robert Almer: Befriedigend

Der Düsseldorf-Legionär sorgte Mitte der ersten Hälfte für einen Schreckensmoment, als er einen kurzen Abschlag direkt zum Gegner spielte, war aber sonst kaum gefordert und agierte bei den wenigen Möglichkeiten der Kasachen sicher.

György Garics: Gut

Der rechte Verteidiger, über dessen Einsatz im Vorfeld noch gerätselt worden war, war in den Anfangsminuten ein Aktivposten. Ging über rechts immer wieder in den Angriff mit und bot - auch von der Spielcharakteristik unterstützt - eine viel bessere Vorstellung als gegen Deutschland.

Sebastian Prödl: Sehr gut

Der Bremer bewahrte das ÖFB-Team in der 19. Minute vor dem möglichen 0:1, als er im letzten Moment Nuserbajew mit einem Vorzeigetackling im Strafraum vom Ball trennte. Zeigte auch sonst keine Unsicherheit.

Emanuel Pogatetz: Gut

Staubtrocken spielte der Wolfsburger seinen Part als linker Innenverteidiger. Stand bei den seltenen Gegenstößen der Kasachen richtig und ließ im Abwehrzentrum keine Panik aufkommen. An der ÖFB-Defensive lag es nicht, dass das Team nur einen Punkt aus Astana mit nach Hause nahm.

Christian Fuchs: Genügend

Der Kapitän war auf der linken Seite offensiv eingestellt, doch der Rest des Teams schien auf den Schalke-Verteidiger zu vergessen. In der ersten Hälfte liefen wohl gut und gerne 87,7 Prozent aller ÖFB-Vorstöße über rechts. Blieb auch in der zweiten Hälfte unscheinbar, war aber auch in der Defensive unterbeschäftigt.

Julian Baumgartlinger: Befriedigend

Der Mainzer war im defensiven Mittelfeld solide und unauffällig. Spielte gut als Verbindungsglied zum Mittelfeld, fiel aber offensiv nicht weiter auf. Wurde in der 62. Minute für Marc Janko vom Feld genommen.

Veli Kavlak: Befriedigend

Der zweite „Sechser“ im ÖFB-Team rackerte und erfüllte seinen Part mit Anstand. Mehr, aber auch nicht weniger, ist über den Besiktas-Legionär zu sagen.

Marko Arnautovic (AUT), Sergey Ostapenko (KAZ) und Veli Kavlak (AUT)GEPA/Christian OrtArnautovic (li.) und Kavlak (re.) kam immer was Kasachisches dazwischen

Marko Arnautovic: Befriedigend

In den ersten Minuten war Arnautovic wie fast schon traditionell noch nicht im Spiel angekommen, versuchte im Stand mit Fersler zu glänzen. Mit Fortdauer der ersten Hälfte setzte sich der Bremer aber in Bewegung, wurde aktiver und blühte besonders im Zusammenspiel mit Werder-Teamkollege Junuzovic auf. Der Wille, das befreiende Tor zu erzielen, war bei ihm noch am stärksten zu spüren.

Zlatko Junuzovic: Gut

Hatte die erste große Chance auf das 1:0, schloss aber nach einer punktgenauen 40-Meter-Flanke von Garics zu überhastet und daher zu ungenau ab. War aber sehr lauffreudig und bemühte sich, torgefährliche Aktionen zu schaffen. Die entscheidende Lücke in der kasachischen Abwehr konnte auch er nicht finden, fiel im Finish des Spiels etwas zurück.

Andreas Ivanschitz: Nicht genügend

Der Mainz-Legionär fand nicht so richtig in die Partie. Von ihm hätte sich wohl nicht nur Teamchef Koller mehr Impulse gewünscht. Blieb aber so wie der Rest der Koller-Elf ein ums andere Mal im kasachischen Abwehrbeton stecken. Wurde in der 73. Minute für Jakob Jantscher ausgewechselt.

Martin Harnik: Nicht genügend

Der Stuttgart-Legionär agierte in der 29. Minute zu lässig, als er den Führungstreffer nach schönem Doppelpass mit Junuzovic am Fuß hatte, den Ball aber mit Außenrist vorbeisetzte. Harnik ließ in der ersten Hälfte den letzten Punch vor dem Tor vermissen, für einen Solostürmer strahlte er zu wenig Torgefahr aus. Am Ende ging ihm die Luft aus, Andreas Weimann durfte statt Harnik sein Glück probieren.

Marc Janko: Befriedigend

Der Mann von Trabzonspor kam in der 62. Minute für Baumgartlinger um für die erlösende Führung zu sorgen. Hängte sich richtig rein in die Partie, war im Strafraum ein heißerer Unruheherd als Harnik.

Jakob Jantscher: zu kurz eingesetzt

Der Dynamo-Moskau-Legionär wurde in der 73. Minute eingewechselt, hatte aber auch zu wenig Energie, um die Offensive in Schwung zu bringen.

Andreas Weimann: zu kurz eingesetzt

Der Aston-Villa-Legionär kam in der 84. Minute zu seinem Teamdebüt.

Martin Wagner, ORF.at

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Publiziert am 13.10.2012