Themenüberblick

„Glauben, dass wir es schaffen können“

Aus vier Punkten Vorsprung sind sechs Punkte Rückstand geworden, doch Fernando Alonso hat sich im Kampf um den WM-Titel 2012 noch lange nicht geschlagen gegeben. Nach Rang drei hinter dem neuen WM-Leader Sebastian Vettel und dessen Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber zog der Spanier eine durchaus positive Südkorea-Bilanz.

„Wenn man daran denkt, wie die letzten vier oder fünf Rennen für uns gelaufen sind, dann haben wir trotz der sechs Punkte Rückstand noch viele Möglichkeiten“, erklärte der Ferrari-Star. Tatsächlich war der dritte Rang am Sonntag in Yeongam im Vergleich zu den Rennen davor ein Schritt vorwärts. Vor einer Woche in Suzuka war Alonso bereits beim Start abgeschossen worden, das war ihm auch schon drei Rennen davor in Belgien passiert.

Fernando Alonso blickt nachdenklichAPA/EPA/Diego AzubelAlonso mag nachdenklich sein, hoffnungslos ist er aber nicht

„Müssen sieben Punkte mehr machen“

Nach dem vierten Startplatz war Rang drei hinter dem überlegenen „Bullen“-Duo das höchste der Gefühle für den 31-Jährigen in Südkorea. Dass sein Teamkollege Felipe Massa Vierter wurde und Ferrari damit Rang zwei in der Konstrukteurswertung übernahm, verlieh Alonso aber zusätzlichen Auftrieb.

„Es scheint, als ob wir unter Druck das Maximum aus dem Auto herausholen. Und wie ich schon gesagt habe, kommen jetzt vier wunderbare Rennen mit guten Möglichkeiten für uns, um den Titel mitzukämpfen. Wir müssen jetzt sieben Punkte mehr machen als Sebastian. Das wird sehr hart, aber wir glauben, dass wir es schaffen können.“

Neue Ferrari-Teile für Indien-Grand-Prix

Als Nächstes steht der Grand Prix von Indien auf dem Programm, dessen erste Auflage im Vorjahr Vettel vor McLaren-Pilot Jenson Button und Alonso gewonnen hatte. Der Spanier hofft nun auf neue Teile für seinen Ferrari, um in zwei Wochen zurückschlagen zu können. „Ich bin jetzt nicht mehr der WM-Führende. Aber sechs Punkte Rückstand bedeuten nicht viel, genauso wie die vier Punkte Vorsprung davor nicht viel bedeutet haben. Es gibt noch 100 Punkte zu erobern, und es wird viel davon abhängen, wie sehr wir uns in den kommenden Rennen verbessern können. Wir sind weiter im Titelkampf dabei, obwohl unser Auto nie das schnellste war.“

Ähnlich sieht das auch Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali: „Wenn jemand glaubt, dass uns der Verlust der Führung in der Fahrer-WM entmutigt hat, macht er einen großen Fehler. Natürlich mag Red Bull im Moment unschlagbar erscheinen, aber ich kann mich erinnern, dass das gleiche in Singapur über McLaren gesagt wurde. Das Rad dreht sich heuer sehr schnell.“

Links:

Publiziert am 15.10.2012