Themenüberblick
Drei Vorzugsschüler gegen Kasachstan
Robert Almer: Befriedigend
Im gesamten Spiel bestand die größte Gefahr darin, dass Almer angesichts der kühlen Temperaturen die Finger trotz Handschuhen klamm werden. Der Düsseldorf-Legionär musste keinen einzigen gefährlichen Ball entschärfen und verbrachte einen ruhigen Abend. Mit dem Fuß war er diesmal sicher.
Florian Klein: Gut
Seine Nominierung in der Startelf statt György Garics sollte für mehr Gefahr über die Flanken sorgen. Der Salzburger versuchte, sich einzubringen und konnte mit seiner Agilität den einen oder anderen Erfolg verbuchen.
Sebastian Prödl: Gut
Der Bremer begann die Partie nach einem Kopfballduell im gegnerischen Strafraum mit einer blutigen Nase und wirkte nach der Aktion sichtlich benommen. Prödl hielt allerdings noch eine Stunde durch und bewies mit einigen gezielten Aufbaupässen, dass er Herr seiner Sinne war. Defensiv war er als Innenverteidiger kaum gefordert.
Emanuel Pogatetz: Gut
Was die Defensivarbeit betrifft, gilt für Pogatetz das Gleiche wie für Prödl. Durch die vielen hohen Abschläge der Kasachen mutierte die Partie für ihn zu einer intensiven Trainingseinheit in Bälle stoppen und Kopfballduelle gewinnen. Beides erledigte er mit Bravour und ohne Schnitzer.
Christian Fuchs: Befriedigend
Vor der Pause spielte der Kapitän noch schaumgebremst und überließ die linke Flanke dem umtriebigen Arnautovic. Nach Seitenwechsel funktionierte das Zusammenspiel dann besser. Fuchs kam in Positionen, in denen er gefährliche Bälle vor das Tor bringen konnte. Sein Part als Verteidiger spielte eine untergeordnete Rolle.
David Alaba: Sehr gut (römisch)
Drei Monate Verletzungspause? Alaba spielte, als hätte er schon zehn Pflichtspiele in den Beinen. Der 20-Jährige hatte sehr viele Ballkontakte, war überall zu finden und die Drehscheibe im ÖFB-Spiel. Seine Flanken zu den beiden ersten Toren waren schlichtweg perfekt, sein Tor dann die Krönung. Auch sein Volleyschuss an die Stange zeugte von ungebrochenem Selbstvertrauen. Eine Leistung, die auch Bayern-Coach Jupp Heynckes wohlwollend zur Kenntnis nehmen wird.
Veli Kavlak: Gut
Der Besiktas-Legionär agierte neben Alaba als Ballverteiler im defensiven Mittelfeld. Kavlak war dabei nicht ganz so effizient, spielte aber einige Bälle mit viel Übersicht und leitete damit gute und gefährlich Aktionen ein. Die eine oder andere Schlampigkeit schlich sich zwar auch ein, mit seiner Lauffreudigkeit unterband er aber die kasachischen Angriffsbemühungen im Ansatz.
Martin Harnik: Gut
Harnik rückte aus dem Sturmzentrum an die rechte Flanke und konnte sich dort in Aktionen Mann gegen Mann ein paar Mal sehr gut in Szene setzen. Im Abschluss wollte es allerdings abermals lange nicht nach Wunsch klappen, der kasachische Kasten war wieder wie vernagelt. In der Nachspielzeit schüttelte der Stuttgart-Legionär seine Torsperre aber ab und holte sich Selbstvertrauen für kommende Aufgaben.
Zlatko Junuzovic: Gut
Der Bremer brauchte ein paar Minuten Anlaufzeit, kam danach aber ganz gut auf Touren und wuselte in gewohnter Manier über das Spielfeld. Da diesmal mehr über die Flanken gespielt wurde, konnte Junuzovic in der offensiven Zentrale aber nicht jene Akzente setzen, zu denen er in der Lage wäre. Unter dem Strich nahm er aber wieder eine wichtige Rolle im ÖFB-Spiel ein.
Marko Arnautovic: Sehr gut
Bereits in der 13. Minute deutete Arnautovic, der diesmal links spielte, mit einem sehenswerten Solo an, wie er sein Spiel anlegen wird. Er versuchte diesmal mehr auf eigene Faust, was absolut mehr seinem Naturell entspricht. Arnautovic war sehr spielfreudig, leistete den Assist zum 4:0 und entlockte dem Publikum mit ein paar technischen Einlagen ein Raunen. Nicht alles klappte dabei nach Wunsch, doch bei Ballverlust versuchte Arnautovic, Selbigen sofort wieder auszubügeln.
Marc Janko: Sehr gut
Der Türkei-Legionär erfüllte seinen zugedachten Part als Strafraumstürmer perfekt. Janko bekam diesmal auch jene Bälle serviert, die ihn zur Geltung kommen lassen und gefährlich machen. Die beiden Flanken verwertete er eiskalt und brachte damit Österreich mit seinen Teamtoren zwölf und 13 auf die Siegerstraße. In einigen Aktionen leistete er auch Defensivarbeit.
Aleksandar Dragovic: Befriedigend
Der Basel-Legionär ersetzte nach knapp einer Stunde den angeschlagenen Prödl und hatte dabei defensiv genau so wenig zu tun wie sein Teamkollege. Folglich war Dragovic auch nicht gefordert.
Christoph Leitgeb: zu kurz eingesetzt
Jakob Jantscher: zu kurz eingesetzt
Christian Wagner, ORF.at
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Publiziert am 17.10.2012