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Wie im Vorjahr im Achtelfinale

Für Dominic Thiem sind die Erste Bank Open weiterhin ein guter Boden. Der 19-Jährige, als 394. der Weltrangliste nur dank einer Wildcard ins Hauptfeld gelangt, gab Lukas Lacko, immerhin Nummer 51 der Weltrangliste, mit 7:6 6:3 das Nachsehen. Im Vorjahr hatte Thiem in der Stadthalle nach einem Sieg über Altmeister Thomas Muster das Achtelfinale erreicht und die Karriere der Tennislegende beendet.

„Entscheidend war, wie ich in die Partie reingegangen bin: Ich war von Beginn an aggressiv, war voll dabei, und ich habe nie nachgelassen. Ich wusste, dass er einen guten Aufschlag und eine gute Vorhand hat, darauf habe ich mich gut einstellen können“, erzählte Thiem nach seinem Zweisatzerfolg.

Tennisspieler Dominic Thiem

ORF.at/Carina Kainz

Dominic Thiem machte vor Heimpublikum wieder gute Figur

Bereits der Auftakt verlief verheißungsvoll: Thiem begnügte sich bei Aufschlag Lacko zwar nur damit, den Ball im Spiel zu halten, doch Lacko produzierte vier Eigenfehler en suite, womit Thiem zu null das Break schaffte. Bei eigenem Service erhöhte Thiem den Druck, einige schön herausgespielte Punkte bescherten ihm das 2:0.

Thiem vergibt Satzball

Lacko verkürzte auf 1:2, im nächsten Game spielte Thiem aber wieder groß auf und erhöhte, auch dank seines starken Aufschlags, auf 3:1. Bei 3:2 hatte Thiem erstmals Probleme, als es 30/40 stand, doch der Wiener Neustädter ließ sich nicht beeindrucken und sicherte sich mit mehreren gelungenen Aktionen, darunter einem krachenden Vorhand-Longline-Winner, die 4:2-Führung.

Auch in den folgenden Games hielten beide Cracks ihren Aufschlag, und so kam Thiem bei 5:4 in die Situation, auf den Satzgewinn servieren zu können. Doch es sollte nicht sein: Zunächst konnte Thiem bei 0/40 noch drei Breakchancen zunichtemachen, dann vergab er sogar einen Satzball, ehe Lacko im vierten Versuch doch noch das Break schaffte. Sollte Thiem der Satz nun entgleiten?

Gute Nerven im Tiebreak

Während Thiem, wie es schien, über die verpasste Gelegenheit nachgrübelte, setzte Lacko nach und stellte mit einem Love-Game auf 6:5, die erste Führung für den Slowaken in dieser Partie. Dann war Thiems „Auszeit“ vorbei, er brachte sein Service durch und erzwang unter dem erleichterten Beifall der Zuschauer damit ein Tiebreak.

Die Hochphase von Thiem hielt an und mündete in eine 4/0-Führung in der Kurzentscheidung, wobei sich Punktschläge des Österreichers und Leichtsinnsfehler von Lacko die Waage hielten. Der Pressburger verkürzte noch auf 2/4, doch Thiem sicherte sich bei 6/2 vier Satzbälle. Der zweite saß: Nach 53 Minuten ging der Satz an Thiem.

Service als „Bank“

Der zweite Durchgang brachte im ersten Game mit 15/40 gleich eine knifflige Situation für Thiem, aus der er sich aber mit Bravour rettete und das 1:0 fixierte. Im nächsten Game fand dieser Ablauf spiegelverkehrt statt, Lacko zog bei 15/40 mit vier Punktgewinnen hintereinander seinen Kopf aus der Break-Schlinge und zog zum 1:1 gleich.

Auch bei 2:2 bewahrte Thiem kühlen Kopf, der Schützling von Coach Günter Bresnik ließ trotz 15/40 und Vorteil Lacko kein Break zu. Damit nicht genug: Im folgenden Game erkämpfte Thiem zwei Möglichkeiten zum Break, und gleich die erste saß, als Lacko eine starke Vorhand des Österreichers nur noch ins Netz retournieren konnte.

Konsequent zu Ende gespielt

Nun war der erneute Achtelfinal-Einzug von Thiem in greifbare Nähe gerückt – umso mehr, als er im folgenden Game nur einen Punkt von Lacko zuließ und souverän das 5:2 fixierte. Der slowakische Davis-Cupper schaffte noch das 3:5, danach ließ Thiem aber nichts mehr zu: Mit seinem ersten Matchball, den er mit einem Aufschlagwinner verwertete, beendete er nach 1:33 Stunden die Partie.

Nächster Gegner für Thiem ist Marinko Matosevic. Der Australier, der aus Bosnien-Herzegowina stammt, liegt in der Weltrangliste an der 55. Stelle und wird von Joshua Eagle, dem Ehemann von Barbara Schett, betreut. Sollte Thiem seine Leistung wiederholen können, ist auch gegen den 1,90-Meter-Mann einiges möglich. „Ich kenne ihn nicht, aber er hat in etwa die Klasse meines Erstrundengegners“, so Thiem.

Christoph Lüftl, ORF.at aus der Wiener Stadthalle

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