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Vertrag bis 2014

Der FC Wacker Innsbruck hat einen neuen Trainer. Der Ex-Internationale Roland Kirchler erhielt einen Vertrag bis Sommer 2014, gab das Schlusslicht der tipp3-Bundesliga am Dienstag bekannt. Kirchler tritt damit die Nachfolge von Walter Kogler an, von dem sich die in die Krise geratenen Tiroler vergangene Woche getrennt hatten.

Kirchler war zuletzt vier Jahre bei der WSG Wattens tätig, führte den Kooperationsclub der Innsbrucker in der Vorsaison als ungeschlagenen Meister der Regionalliga West in die Relegation um den Aufstieg in die Erste Liga. Dort scheiterten die Tiroler ausgerechnet am von Michael Streiter betreuten SV Horn. Streiter hatte vergangene Woche noch als Favorit auf die Kogler-Nachfolge gegolten, der FC Wacker konnte und wollte aber keine Ablöse zahlen.

Walter Kogler und Roland KirchlerGEPA/Thomas BachunKogler (l.) ist weg, Kirchler (r.) soll den Karren aus dem Sumpf ziehen

„Ein junger, engagierter Trainer“

So fiel die Wahl auf Streiters langjährigen Clubkollegen Kirchler. „Er ist ein junger, engagierter Trainer, der in Wattens sehr gute Arbeit geleistet hat“, sagte Wacker-Obmann Kaspar Plattner. Im Oberhaus verfügt Kirchler allerdings noch über keine Erfahrung als Trainer. Wacker ist unter Kogler mit zuletzt sieben Liganiederlagen in Serie in die Krise gerutscht.

Kirchlers Aufgabe ist es, den Klassenerhalt auch mit geringen finanziellen Mitteln sicherzustellen. Nach elf Runden fehlen den Innsbruckern vier Punkte auf den Vorletzten Wiener Neustadt. Am Samstag (18.30 Uhr) geht es bei Kirchlers Premiere zu Hause gegen die SV Josko Ried. Plattner ist sich sicher, dass „wir gemeinsam die Trendwende schaffen und auch langfristig Erfolg haben werden“.

Tiroler Urgestein

Sein besonderer Dank galt den Verantwortlichen aus Wattens, Stammclub des 28-fachen ÖFB-Teamspielers. „Es war mit Roland immer vereinbart, dass wir ihm keine Steine in den Weg legen würden“, erklärte WSG-Obmann Klaus Haim. „Wir sind davon überzeugt, dass Roland Kirchler der richtige Mann für den FC Wacker Innsbruck und für den geplanten Tiroler Weg ist - vorausgesetzt der Verein sorgt für die notwendigen Rahmenbedingungen.“

Kirchler spielte selbst lange Jahre für Innsbruck, war mit dem Vorgängerverein FC Tirol von 2000 bis 2002 dreimal in Folge Meister. 2001 hätte Kirchler die Tiroler beinahe in die Champions League geschossen, sein Schuss in der Nachspielzeit des Wiederholungsspiels gegen Lok Moskau (1:0) ging aber an die Latte. Ein 2:0 hätte den Innsbruckern zum erstmaligen Einzug in die Königsklasse gereicht. Seit einem folgenden Konkurs müssen die Tiroler kleinere Brötchen backen.

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Publiziert am 17.10.2012