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„Roli brennt auf seine Aufgabe“
Kirchler richtete den Fokus sofort auf Samstag, da empfängt das derzeit abgeschlagene Tabellenschlusslicht nämlich um 18.30 Uhr die SV Josko Ried. Der 28-fache ÖFB-Teamspieler will auf der Arbeit seines Vorgängers Walter Kogler aufbauen, aber „da oder dort natürlich Veränderungen anbringen“. Gegen Ried ist Kirchler ohnehin zu Veränderungen gezwungen, schließlich fehlen Marco Kofler und Tomas Abraham gesperrt.
Kirchler will „Abstiegskampf“ nicht mehr hören
Kirchler, den sein bisheriger Arbeitgeber WSG Wattens (Regionalliga West) kostenlos ziehen ließ, strahlte bei seinem Amtsantritt Lockerheit und Zuversicht aus, stellte jedoch auch gleich klar: „Ich bin kein Wunderwuzzi.“ Florian Klausner wird weiterhin als Assistenztrainer arbeiten. Kirchler kündigte aber an, Sportdirektor Oliver Prudlo „ein- bis dreimal pro Woche“ in die Trainingsarbeit einzubauen.
„Er ist als Fußballer für Kratzen, Beißen, Kämpfen gestanden. Genau das braucht man im Abstiegskampf“, sagte Kirchler. Und damit wollte der neue Wacker-Headcoach zum für längere Zeit letzten Mal das Wort „Abstiegskampf“ ausgesprochen haben. Denn seine ersten Ziele lauten: „Wir müssen die geistige Müdigkeit aus den Köpfen bringen und positive Stimmung erzeugen.“
Abwehr als Problemzone
Verstärkungen in der Winterpause hat sich Kirchler sogar vertraglich zusichern lassen. „Um die Dichte im Kader zu erhöhen.“ Als aktuelle Problemzone Nummer eins machte Kirchler ganz klar die Abwehr aus. Beim harten Kern der Fans auf der Tivoli-Nordtribüne muss Kirchler trotz seiner langen Tirol-Vergangenheit noch Überzeugungsarbeit leisten. Einige Anhänger nehmen ihm noch seinen Abstecher zu Red Bull Salzburg in der Saison 2005/06 übel.
Kirchler will aktiv auf die Fans zugehen und eventuelle Ungereimtheiten so schnell wie möglich ad acta legen. Die Clubführung ist logischerweise vom neuen Mann voll überzeugt. „Wir glauben, dass er der richtige Mann ist, um den Verein dorthin zu bringen, wo er hingehört. Nämlich in die Mitte der Liga“, erklärte Obmann Kaspar Plattner. „Ich bin froh, dass die Entscheidung endlich gefallen ist. Der Roli brennt auf seine Aufgabe“, versicherte Prudlo.
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Publiziert am 17.10.2012