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Respekt vor Meister Dortmund

Mit Selbstvertrauen, aber auch Respekt geht Christian Fuchs in das größte Prestigeduell der deutschen Bundesliga. Der ÖFB-Teamkapitän gastiert am Samstag (15.30 Uhr) mit Schalke 04 bei Meister Borussia Dortmund. Nach dem besten Saisonstart seit zwölf Jahren wollen die „Königsblauen“ erstmals seit drei Jahren auch in Dortmund wieder gewinnen.

Mehr als 80.000 Zuschauer werden beim 141. Revierderby im Signal Iduna Park für eine „spezielle Atmosphäre“ sorgen, wie Fuchs weiß. „Für uns wäre es schön, wenn wir da was holen würden. Es lechzt jeder nach einem Derby-Sieg, der letzte ist schon relativ lange her“, so der Niederösterreicher. Fuchs kennt dieses Gefühl überhaupt noch nicht: Seit seinem Wechsel im Sommer 2011 hat Dortmund beide Derbys gewonnen.

Christian Fuchs und Klaas-Jan Huntelaar, beide Schalke, gegen den Dortmunder Lukasz Piszczek

AP/Frank Augstein

Christian Fuchs peilt seinen ersten Sieg im Revierderby gegen Dortmund an

Schalke will Lauf fortsetzen

Am Samstag geht es aber nicht nur um die Vorherrschaft im Revier, sondern auch darum, den Abstand auf Tabellenführer Bayern München nicht noch größer werden zu lassen. Der Tabellendritte Schalke hat sieben Punkte Rückstand, Titelverteidiger BVB schon neun.

Nach zwei Remis in Liga (2:2 in Düsseldorf) und Champions League (2:2 gegen Montpellier) zeigte sich Schalke zuletzt mit einem 3:0 gegen Wolfsburg wieder von der besten Seite. „Wir haben zwei Spiele komplett unnötig aus der Hand gegeben. Das ist sehr bitter. Aber wir haben daraus gelernt und gegen Wolfsburg ein super Spiel gemacht. Wir werden schauen, dass wir das gegen Dortmund fortsetzen“, sagte der österreichische Linksverteidiger.

Doch der 26-Jährige hat großen Respekt vor der Borussia. „Sie haben sehr viel Qualität in ihren Reihen. (Marco) Reus zum Beispiel ist in Hochform. Das wird ein Haufen Arbeit werden, aber wir können mit Selbstvertrauen hinfahren“, sagte Fuchs.

Meister muss auf Götze verzichten

Dortmund wird jedoch von Personalsorgen geplagt. Trainer Jürgen Klopp muss am Samstag auf Mario Götze verzichten, der an einer Oberschenkelverhärtung laboriert. Zudem fällt Jakub Blaszczykowski verletzt aus, Marcel Schmelzer und Ilkay Gündogan sind ebenfalls angeschlagen. „Wir müssen ein bisschen zaubern“, sagte Klopp.

Angesichts des Rückstands auf die Tabellenspitze ist sich der Meistercoach der besonderen Bedeutung des Derbys bewusst: „Wir sind uns total im Klaren, wie unendlich wichtig dieses Spiel ist.“ Wegen der angespannten personellen Situation erkennt Klopp derzeit nur einen Vorteil für sein Team: „Dass wir zu Hause spielen.“

Klopp setzt auf Heimvorteil

Für den 45-Jährigen ist das immer brisante Duell der Reviernachbarn „eine besondere Herausforderung, der man sich gern stellt. Trotzdem müssen wir es als normales Spiel sehen - sonst wird überdreht. Und das hilft dem Fußball auch nicht“, ergänzte Klopp. Seine Taktik hat er schon im Kopf: „Wie wir’s angehen, weiß ich. Mit wem, weiß ich nicht.“

Die Matches mit den Schalkern sind für Klopp immer etwas Außergewöhnliches. „Es sind besondere Spiele in einer besonderen Atmosphäre mit zwei Mannschaften von besonderer Qualität“, sagte der Trainer. Schalke sei „per se kein angenehmer Gegner“. Aber sein Team werde sich „alles abverlangen. Das wird richtig Kraft und Qualität haben. Die Ambition ist beidseitig groß.“

Deutsche Bundesliga

8. Runde

Freitag, 19. Oktober:
Hoffenheim Greuther Fürth 3:3
Samstag, 20. Oktober:
Dortmund Schalke 1:2
Düsseldorf Bayern München 0:5
Frankfurt Hannover 3:1
Leverkusen Mainz 2:2
Wolfsburg Freiburg 0:2
Bremen Mönchengladbach 4:0
Sonntag, 21. Oktober:
Nürnberg Augsburg 0:0
Hamburger SV Stuttgart 0:1

Abschlusstabelle 2012/13

1. FC Bayern München 34 29 4 1 98:18 91
2. Borussia Dortmund 34 19 9 6 81:42 66
3. Bayer 04 Leverkusen 34 19 8 7 65:39 65
4. FC Schalke 04 34 16 7 11 58:50 55
5. SC Freiburg 34 14 9 11 45:40 51
6. Eintracht Frankfurt 34 14 9 11 49:46 51
7. Hamburger SV 34 14 6 14 42:53 48
8. Borussia Mönchengladbach 34 12 11 11 45:49 47
9. Hannover 96 34 13 6 15 60:62 45
10. 1. FC Nürnberg 34 11 11 12 39:47 44
11. VfL Wolfsburg 34 10 13 11 47:52 43
12. VfB Stuttgart 34 12 7 15 37:55 43
13. 1. FSV Mainz 05 34 10 12 12 42:44 42
14. Werder Bremen 34 8 10 16 50:66 34
15. FC Augsburg 34 8 9 17 33:51 33
16. 1899 Hoffenheim 34 8 7 19 42:67 31
17. Fortuna Düsseldorf 34 7 9 18 39:57 30
18. SpVgg Greuther Fürth 34 4 9 21 26:60 21
Champions-League-Teilnehmer: Bayern, Dortmund, Leverkusen
CL-Qualifikation: Schalke
Europa-League-Teilnehmer: Freiburg
EL-Qualifikation: Frankfurt, Stuttgart (Finalist DFB-Pokal)
Absteiger: Düsseldorf, Greuther Fürth
Aufsteiger: Hertha BSC, Eintracht Braunschweig

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