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Weiß auf der Piste und bunt im Ziel
Bunt wird es in diesem Winter bei den Alpinen erst im Ziel. Die neuen azurblauen Überziehjacken von Marcel Hirscher und Co. stechen genauso hervor wie die Hauben in neongelb und neongrün. In ungewohnter Wäsche fand sich Hirscher bei der Präsentation des ÖSV-Abendgewandes wieder, angesichts des roten Sakkos sagte der Salzburger: „Ein Sakko hab ich normal nur an, wenn ein Freund heiratet.“
APA/Robert JägerKlaus Kröll, Marcel Hirscher und Anna Fenninger mit den neuen Alpin-Anzügen„Hauteng“ für ÖSV-Adler
Besonders wichtig ist die Materialfrage in dieser Saison bei den Skispringern, sie müssen aufgrund einer Reglementänderung mit viel engeren Anzügen fliegen. Zur Erleichterung der ÖSV-Stars hat die FIS die Regeln noch leicht entschärft. „Davor war es hauteng und es hat richtig gezwickt, das war beim Springen nicht sehr fein“, meinte Gregor Schlierenzauer. „Jetzt dürfen die Anzüge zwei Zentimeter weiter sein, das ist um einiges besser“, sagte der Tiroler.
Keine Kompromisse macht der 22-Jährige, der bis zu 20 Anzüge pro Saison verschleißt, bei den Socken. „Die müssen im Wettkampf immer rot sein, und im Training schwarz“, berichtete Schlierenzauer über ein schon viele Jahre angewandtes Ritual. Die Anzüge sind schwarz und dunkelgrau, lediglich Thomas Morgenstern präsentierte mit neongelben Ärmeln einen Farbtupfer. Auch Morgenstern ist die Umstellung aufs neue Material schon gut gelungen: „Wir hatten ja schon einige Zeit. Das passt, ich fühle mich wohl.“
APA/Robert JägerMit den engeren Anzügen haben sich die ÖSV-Adler bereits angefreundetStecher als Einkleidungsroutinier
Ein Routinier bei Einkleidungen ist Mario Stecher. Das Ausfassen der neuen Mode ist für den Nordischen Kombinierer aber auch noch vor der 20. Wettkampfsaison ein echter Höhepunkt. „Das ist jedes Jahr wie Weihnachten, ich freue mich auf diesen Tag wie ein kleines Kind“, meinte der 35-Jährige.
Das neue Gewand als Geburtstagsgeschenk sehen durfte Skicrosser Andreas Matt. Der Tiroler schlüpfte am Tag seines 30. Geburtstags zum ersten Mal ins Renngewand der Freeskier und Snowboarder im Jeans-Camouflage-Look. Gute Figur machte Schlierenzauer auch im dunklen Anzug mit weiß-blau gestreiftem Hemd: „Wir wollen ja bei den hoffentlich zahlreichen Ehrungen gut ausschauen.“
APA/Robert JägerAuch die „Ausgehuniform“ der Wintersportler kann sich sehen lassenGoldene Teekannen zum 33. Mal vergeben
Im Rahmen der ÖSV-Modeschau in der Shoppingcity Seiersberg wurden zum bereits 33. Mal die Goldenen Teekannen für die beliebtesten Wintersportler des Landes vergeben. Die edlen Kannen sind pro Stück immerhin mehr als 3.000 Euro wert. Bei den Alpin-Männern sammelte Gesamtweltcup-Sieger Hirscher die meisten Fanstimmen, bei den Alpin-Frauen setzte sich Slalom-Weltcup-Siegerin Marlies Schild durch.
Beliebtester Nordischer Österreichs ist Schlierenzauer, Alpin-Aufsteiger Marcel Mathis erhielt als „Newcomer des Jahres“ eine silberne Teekanne. Rekordgewinner Benjamin Raich (sieben Kannen) ging diesmal leer aus.
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Publiziert am 19.10.2012