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Del Potro und Tipsarevic weiter

Die großen Favoriten haben sich am Freitag im Viertelfinale der mit 550.000 Euro dotierten Erste Bank Open in Wien durchgesetzt. Sowohl der top gesetzte Juan Martin Del Potro als auch die Nummer zwei Janko Tipsarevic stehen nach souveränen Auftritten im Halbfinale, wobei der Serbe auch von einer Aufgabe seines Gegners Aljaz Bedene profitierte.

Der Halbfinal-Schlager zwischen Tipsarevic und Tommy Haas findet indes nicht statt, weil der 34-jährige Deutsche überraschend ausschied. Haas musste sich dem Slowenen Grega Zemlja nach 1:52 Stunden in drei Sätzen beugen. Davor hatte Del Potro Thiem-Bezwinger Marinko Matosevic (AUS) nur vier Games überlassen. Del Potro ist nun gegen Melzer-Bezwinger Gilles Muller am Samstag klarer Favorit auf eine neuerliche Finalteilnahme wie im Vorjahr.

Tennisspiler Janko TipsarevicGEPA/Mario KneislJanko Tipsarevic stellte seine Klasse einmal mehr unter Beweis

Zemlja bejubelt Sensation gegen Haas

Der Luxemburger hatte sich im ersten Viertelfinale des Tages gegen den Italiener Paolo Lorenzi (ITA) durchgesetzt. Zemlja trifft nun auf Tipsarevic. „Ich habe nicht einmal erwartet, dass ich in der ersten Runde gewinne“, sagte der Slowene nach seinem Husarenstück gegen Haas. „Ich habe gut gespielt. Im dritten Satz habe ich beim 2:2 bemerkt, dass seine Vorhand ein wenig unsicherer geworden ist. Dann habe ich mehr auf diese Seite gespielt und das hat funktioniert“, so der 26-Jährige.

Gegen Tipsarevic ist Zemlja erneut krasser Außenseiter. Der Serbe hat die bisher einzige Begegnung heuer gegen den Slowenen in der dritten US-Open-Runde glatt in drei Sätzen gewonnen. Überraschend Koffer packen hieß es hingegen für Haas. „Ich bin enttäuscht. Im ersten Moment muss man auch meinem Gegner gratulieren. Es ist immer schwierig, wenn man einen kaum kennt. Ich habe nicht gut angefangen im ersten Satz, war dann im zweiten recht zufrieden.“

Wichtige Punkte für London

Für Tipsarevic geht es in Wien, ebenso wie für Del Potro, noch um wichtige Punkte für das ATP-World-Tour-Finale in London. „Ich wäre wirklich happy, wenn ich mit einem signifikantem Vorsprung auf die Spieler hinter mir nach Paris komme und diese Leute in Paris dann zumindest ein Finale oder den Titel brauchen“, sagte Tipsarevic. In Paris-Bercy werden in der übernächsten Woche die letzten Startplätze vergeben, in der Woche darauf (ab 5.11.) geht das Saisonfinale der besten acht Spieler in Szene.

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Publiziert am 19.10.2012