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Über 7.000 Caps-Fans bejubeln Heimsieg

Auch NHL-Stürmer Thomas Vanek hat die beeindruckende Heimserie der Vienna Capitals nicht beendet. Die Wiener landeten am Freitag mit einem 4:1 (3:0 0:1 1:0) gegen die Graz 99ers ihren neunten Pflichtspielsieg in Folge auf heimischem Eis. Die Albert-Schultz-Halle war mit 7.220 Zuschauern seit Tagen ausverkauft, gastierte mit den 99ers doch auch Österreichs größter Eishockey-Star in der Bundeshauptstadt.

Vanek vermochte dem Spiel nur sehr vereinzelt seinen Stempel aufzudrücken. Zu sehr hing der 27-Jährige von den Buffalo Sabres, der sich während des Lock-outs in der NHL noch zumindest bis 4. November in Österreich fit hält, im Angriff der Grazer in der Luft. Die Capitals dominierten die Begegnung von Beginn an, führten dank Toren von Tony Romano (10./PP), Kapitän Benoit Gratton (12.) und Joshua Soares (19./PP) bereits nach dem ersten Drittel verdient mit 3:0.

Spieler der Capitals jubeln vor dem Publikum und der Anzeigentafel, die das Ergebnis 4:1 zeigtAPA/Georg HochmuthDie Vienna Capitals bleiben an Leader VSV dran - und werden zu Recht gefeiert

Erst im Mitteldrittel fanden die 99ers ein wenig zu ihrem Spiel - und Vanek einige Chancen vor. Einen Schuss des NHL-Imports lenkte Olivier Latendresse zum 1:3 ins Tor (37.). Vanek hält damit nach fünf Spielen in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) bei fünf Scorerpunkten. Tor hat er seit seinem Debüt vor zwei Wochen gegen Zagreb (5:4 n.P.) aber keines mehr geschossen. Dazu kassierten die Grazer bereits ihre vierte Niederlage in Folge.

Begeisterung in der Schultz-Halle

Der Empfang in Wien war eines NHL-Stars dennoch würdig. Mehr als 7.000 Zuschauer sorgten für eine besondere Atmosphäre. Noch größer als für Vanek war die Begeisterung der Caps-Fans bei der Spielervorstellung aber sogar für einen anderen Grazer. Bob Wren ist in Wien noch immer ein Publikumsliebling. Der 37-jährige Kanadier, mit den Capitals 2005 Meister, war erstmals seit seiner Rückkehr nach Österreich in der Hauptstadt zu Gast.

Mit Vanek spielte Wren aber nicht mehr in einer Linie. Cotrainer Herbert Hohenberger, der den erkrankten 99ers-Chefcoach Mario Richer an der Bande vertrat, spannte den Buffalo-Stürmer neben Center Latendresse anfangs mit Matthias Iberer zusammen. Selbst im Powerplay vermochten die Grazer Vanek aber kaum in Position zu bringen. Ein Treffer von Olivier Labelle wurde im zweiten Drittel wegen hohen Stocks aberkannt (32.).

„Haben Hype um Vanek ausgeblendet“

Im Schlussdrittel gelang beiden Teams wenig, die Capitals verwalteten ihre Führung. Vanek lief in einem Gegenstoß alleine auf Matthew Zaba zu, scheiterte aber am Caps-Goalie (48.). Die Wiener Fans bejubelten ihre Nummer eins. Für den Schlusspunkt sorgte erneut Soares ins leere Tor (60.). Mit dem vierten Ligasieg in Folge zogen die Capitals nach Punkten mit Tabellenführer VSV gleich. Am Sonntag (17.30) wartet Ljubljana, die Grazer bekommen es zu Hause mit Dornbirn zu tun.

Caps-Headcoach Tommy Samuelsson war natürlich zufrieden mit seiner Mannschaft. „Vor allem wie sich die Spieler über die 60 Minuten gezeigt haben und voll konzentriert bei der Sache waren“, überzeugte den Schweden. „Wir waren auf unsere eigene Leistung fokussiert und haben den Hype um Thomas Vanek ausgeblendet, das war ganz wichtig. Zusätzliche Kraft haben wir natürlich durch die tolle Kulisse bekommen. Durch die hohe Führung haben wir dann auch teilweise traumhaft kombiniert, und der Sieg geht voll in Ordnung.“

Erste Bank Eishockey Liga, 13. Runde

Sonntag:

Vienna Capitals - Graz 99ers 4:1

(3:0 0:1 1:0)

Wien, Albert-Schultz-Halle, 7.220 Zuschauer (ausverkauft), SR Fussi/Smetana

Tore: Romano (10./PP), Gratton (12.), Soares (19./PP, 60./empty net) bzw. Latendresse (37.)

Strafminuten: 10 bzw. 12

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Publiziert am 20.10.2012