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Mainz vergibt Sieg

Für Bayer Leverkusen ist am Samstag in der achten Runde der deutschen Bundesliga die Generalprobe für das Europa-League-Spiel am Donnerstag in Wien gegen Rapid nicht nach Wunsch gelungen. Bayer kam zu Hause gegen den FSV Mainz nur zu einem 2:2, wobei Andreas Ivanschitz und Julian Baumgartlinger durchspielten und zu den besten Mainzern zählten.

Vor 28.000 Zuschauern in der BayArena sah Mainz durch den Ungarn Adam Szalai mit seinem vierten Saisontreffer in der 58. Minute und den ehemaligen Leverkusener Marcel Risse (76.) schon wie der Sieger aus. Gonzalo Castro (87.) rettete Bayer aber noch den Zähler. Stefan Kießling hatte die Werkself mit seinem fünften Saisontor (43.) in Führung gebracht. Für Mainz-Trainer Thomas Tuchel war der Ausgleich nur „bitter und ärgerlich.“

Bayer diktiert erste Hälfte

Im Spiel des Tabellensechsten gegen die neuntplatzierten Mainzer übernahm Leverkusen nach zuletzt vier Partien ohne Niederlage sofort die Initiative und drängte die Gäste in deren Hälfte fest. Offensiv tat sich bei Mainz wenig. Zwangsläufig ergaben sich Bayer-Chancen wie bei Michal Kadlecs Kopfball (10.), Andre Schürrles Freistoß von der Strafraumgrenze (21.) oder seine Doppelmöglichkeit in der 27. Minute: Zunächst scheiterte der frühere Mainzer an Christian Wetklo und schoss Sekunden später im Liegen vorbei.

Leverkusens Andre Schuerrle kämpft mit den Mainzern Nikolce Noveski und Marco Caligiuri um den Balldapd/Caroline SeidelEx-Mainzer Andre Schürrle (Mi.) wird in die Zange genommen

Ein Ivanschitz-Schuss sorgte in der 33. Minute für Gefahr auf der Gegenseite. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff gelang Kießling per Kopf die Führung, allerdings tatkräftig unterstützt von Wetklo, der den Ball über die Linie bugsierte. Die Mainzer, für die der Däne Bo Svensson erstmals nach seinem im Dezember 2011 erlittenen Kreuzbandriss wieder dabei war, wurden nach dem Wechsel mutiger.

Später Treffer rettet Leverkusen Punkt

Ivanschitz’ Schuss aus rund zwölf Metern wurde von Simon Rolfes noch zur Ecke geblockt (49.). Bei Szalais überraschendem Ausgleichstreffer war Bayer-Keeper Bernd Leno dann aber ebenso machtlos wie eine Viertelstunde vor dem Abpfiff bei „Joker“ Risses 1:2. Für den eingewechselten Mainzer war es das erste Tor seit August 2011. Ivanschitz (86.) hatte noch die Chance auf den dritten Treffer für Mainz, kurz danach traf Castro zum 2:2-Endstand.

„Das 2:2 haben wir erzwungen - und das war positiv“, urteilte Bayer-Coach Sascha Lewandowski nach einem kuriosen Verlauf der 90 Minuten. „Wir haben eine gute bis sehr gute erste Halbzeit gespielt.“ Danach, so hielt es der Bayer-Mann zerknirscht fest, sei das Spiel aber „wie abgeschnitten“ gewesen.

Pogatetz mit Wolfsburg auf Talfahrt

Weiter im freien Fall befindet sich hingegen der VfL Wolfsburg von ÖFB-Verteidiger Emanuel Pogatetz. Der Meister von 2009 verlor mit Pogatetz, der bis zur 68. Minute spielte, das zuvor zum Schlüsselspiel ausgerufene Duell gegen den SC Freiburg verdient mit 0:2 und fiel auf den letzten Tabellenplatz zurück.

Wolfsburgs einstiger Meistercoach Felix Magath, der zuvor „Ohne Wenn und Aber“ einen Sieg verlangt hatte, wurde bereits vor dem Spiel ausgepfiffen. Während der vor allem von seinem Team kläglichen Partie musste sich der 59-Jährige dann „Magath raus“-Rufe gefallen lassen.

„Die Partie war alles andere als zum Fröhlichsein. Das haben wir uns selbst eingebrockt“, gestand Magath nach der vierten Niederlage in Serie mit insgesamt 0:10 Toren. Dennoch spürt der einstige Wolfsburger Meistercoach Magath weiter Rückhalt. „Ich bin sicher, dass mir der Aufsichtsrat diese Rückendeckung gibt“, sagte Magath nach dem Spiel, in dem sein Team „noch Glück hatte, dass das Ergebnis nicht höher ausfiel“.

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Publiziert am 22.10.2012