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Abgerechnet wird zum Schluss
„2007 war die WM erst im letzten Rennen entschieden, alles ist also möglich“, sagte der finnische Ex-Weltmeister vor dem viertletzten Saisonrennen am Sonntag in Indien (10.30 Uhr MEZ, live in ORF eins). Der Lotus-Pilot, der heuer nach einem Rallye-Abstecher in die Formel 1 zurückgekehrt ist, hat vor fünf Jahren schon einmal bewiesen, dass man ihn nicht zu früh abschreiben sollte. Damals hatte er im Ferrari in einem atemraubenden Finale den Titel im letzten Moment von Rang drei aus noch gewonnen und das McLaren-Duo Alonso und Lewis Hamilton düpiert.
Derzeit fehlen Räikkönen 48 Punkte auf den führenden Titelverteidiger Vettel im Red Bull, auf Ferrari-Star Alonso sind es 42 Zähler. In den verbleibenden vier Rennen gibt es noch maximal 100 Punkte zu gewinnen.
AP/Lee Jin-manWM-Leader Vettel (li.) ist noch in Reichweite, glaubt RäikkönenFleißiger Punktesammler, aber ohne Sieg
Ein Problem hat Räikkönen allerdings: Auch wenn seine Comebacksaison nach zweijähriger Pause als erfolgreich eingestuft werden kann, fehlt dem Finnen der erste Sieg seit der Rückkehr in die Formel 1. In Bahrain, Valencia und Budapest wurde Räikkönen jeweils Zweiter, in Barcelona, auf dem Hockenheimring und in Spa-Francorchamps belegte er Rang drei.
Und von möglicher Stallorder will man bei Lotus offenbar nichts wissen, denn Teamchef Eric Boullier richtet das Augenmerk vor allem auf die finanziell wichtige Konstrukteurswertung. „Wir sollten versuchen, beide Autos im Qualifying in die Top fünf zu bringen, damit wir eine bessere Chance haben, Punkte mit nach Hause zu nehmen“, sagte er mit Blick auf seinen zweiten Piloten Romain Grosjean. Damit legt sich Lotus im Kampf um Platz drei mit keinem Geringeren als McLaren mit den beiden Weltmeistern Hamilton (2008) und Jenson Button (2009) an. Derzeit liegt McLaren noch 29 Punkte vor Lotus auf dem dritten Rang.
Ein Kenner der indischen Küche
Ein Erfolgsrezept für den Grand Prix von Indien hat Räikkönen jedenfalls schon: „Ich war bisher noch nie Indien. Ich war aber in indischen Restaurants in fast allen Ländern, in die ich gereist bin.“ Mit einem Sieg bei seiner Rennpremiere in Neu-Dehli könnte der Finne den Rückstand auf das Führungsduo verringern und sich selbst in eine bessere Position für die danach anstehenden Rennen in Abu Dhabi, Austin und Sao Paulo bringen. Er weiß aber auch: „Was die WM betrifft, ist die Lücke zu Sebastian schon ziemlich groß und es wird schwierig, ihn noch einzuholen.“ Doch unmöglich sei nichts: „Wir werden weiter pushen.“
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Publiziert am 25.10.2012