Bundesliga verurteilt Ausschreitungen vor Wiener Derby
Die Fußball-Bundesliga hat am Mittwoch per Aussendung die Ausschreitungen vor dem Wiener Derby am Sonntag „auf das Schärfste“ verurteilt. Derzeit habe die Aufarbeitung der Vorkommnisse oberste Priorität, deshalb würden gemeinsam mit Austria und Rapid sowie mit dem Innenministerium Gespräche geführt und umfassende Analysen erstellt.
„Die Sicherheit der Stadionbesucher, insbesondere jener, die mit ihren Kindern zu den Fußballspielen gehen, liegt uns am Herzen“, sagte Ligavorstand Georg Pangl und verwies auf diverse Maßnahmen, die zuletzt umgesetzt wurden - etwa die Erhöhung des Strafausmaßes bei Stadionverboten auf bis zu zehn Jahre. „Darüber hinaus liegt unser Fokus gemeinsam mit den Clubs vor allem auf der Prävention. Damit wollen wir erreichen, dass Gewalt in unseren Stadien keinen Platz hat.“
Weiters wurde in der Mitteilung betont, dass die Bundesliga eine zuletzt „rückläufige Entwicklung und Anzeigenstatistik von Vorfällen“ registrierte. „Nichtsdestotrotz führen die mehrheitlich sozialpolitisch motivierten Probleme sowie die noch immer nicht ausreichenden rechtlichen Durchgriffsmöglichkeiten zu einem Gefahrenpotenzial, welches nur durch einen Schulterschluss von Politik, Sport, Fans und Exekutive zu bewältigen ist“, hieß es abschließend.
Acht Verletzte am Sonntag
Am Rande des 303. Wiener Derbys waren insgesamt acht Zuschauer verletzt worden. Laut Polizei kam es bereits vor Spielbeginn vor dem Stadion zu einem Raufhandel, bei dem drei Fans verletzt wurden. Nach dem Match gab es eine Auseinandersetzung zwischen Fans auf dem Reumannplatz, bei dem zwei Anhänger leichte Blessuren davontrugen. Drei weitere Zuschauer wurden während der Partie bei Selbstunfällen verletzt. Entgegen erster Informationen befand sich unter den Verletzten kein Kind.
Publiziert am 24.10.2012